Kochkurse und Genuss um die Welt – Asiatische Köstlichkeiten Teil II

Wir kochen uns um die Welt. Blicken in fremde Kochtöpfe und versuchen uns an ausgefallenen Zutaten und Gewürzen. Immer dabei: Eine gehörige Portion Neugier und den Hunger nach Inspiration.

Ich koche mich regelmäßig um die Welt. Ich erfahre dadurch nicht nur, welche kulinarischen Highlights manche Regionen zu bieten haben, sondern auch eine Menge über die Kultur.

Im ersten Teil berichteten bereits Ulrike vom Bambooblog , Anne und Sebastian von reisefroh und Susanne von Flügge über ihre kulinarischen Eskapaden.

Die Begeisterung in fremden Küchen zu kochen teilen auch meine Bloggerkollegen. Mit dabei Thomas von Reisen und Essen, Tini von Choices of Life und Gina & Markus von 2onthego.

Also macht euch gefasst, auf eine gehörige Portion Fernweh.

Kochkurs in Chengdu in China

Chengdu ist nicht nur weltbekannt für die Pandas, sondern auch für die ausgezeichnete Sichuan-Küche. Die Sichuan-Küche ist sehr pikant. Pikant in meinen Augen und höllisch scharf in den Augen von Anderen.

Die chinesische Küche ist in fünf Küchen eingeteilt. Eine dieser Küchen ist die Sichuan-Küche. Die Sichuan-Küche verwendet reichlich Chili und Pfeffer. Hierdurch entsteht die besondere Schärfe. Die Küche hat den Ruf „ein Gericht mit einem Geschmack und hundert Gerichte mit hundert Geschmäckern“ zu bieten.

Bei meinem Besuch in Chengdu habe ich die Gelegenheit an einem Kochkurs teilzunehmen. In einem Guesthouse werde ich hierfür in der Küche erwartet und ich erhalte einen privaten Kochkurs. Mit der chinesischen Köchin erfolgt die Kommunikation in Englisch, Chinesisch und mit Händen.

Zuerst erhalte ich eine Einweisung in die Küche und die gesamten Utensilien. Die Köchin erklärt mir, dass wir zusammen vier Gerichte aus der Sichuan-Küche zubereiten und essen werden.

Ich lerne beim Kochkurs vier Gerichte, die wir danach zusammen essen. Die Köchin zeigt mir die einzelnen Arbeitsschritte und ich versuche es ihr nachzumachen-

Frittiertes Schweinefleisch Süß-Sauer

Das Gericht ist schnell zubereitet. Schweinefleisch in Streifen scheiden und im Wok kurz frittieren. Dazu Knoblauch und Ingwer. Schon ist das Gericht zubereitet.

Gong Bao Hähnchen

Das Gericht ist ein absoluter Klassiker der Sichuan-Küche und stammt aus der Qing-Dynastie. Neben Hähnchen besteht das Gericht aus Paprika, Peperoni, frischen Bambus und dazu Chili.

Mapo Tofu

Dieses Gereicht ist auch typisch für die Sichuan-Küche. Es besteht aus Tofu in Würfeln und dazu wird Hackfleisch mit Knoblauch und Zwiebeln vermengt. Pikant wird das Gericht durch eine Chili-Sauce.

Jiaozi

Jiaozi sind chinesische Teigtaschen und in weiten Teilen von China bekannt. Die Teigtaschen können mit verschieden Füllungen zubereitet werden. Besonders gern werden Jiaozi im Kreis der Familie bei Chinesisch Neujahr gegessen.

Bei meiner Reise in der Provinz Sichuan begegnet mir auch immer wieder der Feuertopf. Oftmals wird der Feuertopf mit der Mongolei in Verbindung gebracht. Der Ursprung des Huguo ist jedoch in Sichuan. Der Feuertopf entspricht einer Art Fondue und besteht in Sichuan aus einer sehr scharfen Brühe, in welche die verschiedenen Zutaten getunkt werden können.

Es gibt sehr viel bei der chinesischen Küche zu entdecken. Eine Möglichkeit ist in Restaurants. Die intensivere Variante ist bei einem Kochkurs.

Thomas von Reisen und Essen:

Seit über 30 Jahren auf der Welt unterwegs. Ich liebe Individualreisen und auch den Komfort und Luxus in der Zwischenzeit. Vom Backpacker zum Flashpacker. Meine bevorzugte Reiserichtung ist Asien. In meinem Blog berichte ich darüber und möchte inspirieren.

Mehr gibt’s hier: www.reisenundessen.de

Selbstgemachte Currypaste und viel Leidenschaft in Thailand

Thailand ist nicht nur bekannt für Traumstrände und freundliche Menschen, sondern auch für sehr gutes Essen. Wir wollen nicht nur wissen, wie die Gerichte schmecken, sondern auch wie sie zubereitet werden. Was liegt also näher als einen Kochkurs zu besuchen?

In Chiang Mai werden zahlreiche Kochkurse angeboten. Wir entscheiden uns aufgrund guter Bewertung für die Siam Rice Thai Cookery School. Nachmittags werden wir mit einem Songthaew  der Kochschule vom Hotel abgeholt und lernen bald darauf unsere Kochlehrerin Nancy und unsere Mitschüler, die aus aller Welt kommen, kennen.

Bevor die Messer in der Küche gewetzt werden, müssen wir jedoch erstmal auf dem Markt die Zutaten einkaufen. Ohne Nancy wäre das ein aussichtsloses Unterfangen, gibt es doch soo viele Zutaten, die wir bei uns in Deutschland nicht kennen. Wir wuseln in einem großen Knäuel über den Markt und kommen wenig später mit dicken Tüten gepackt zur Kochschule zurück.

Endlich geht es los. Jeder von uns wird ein Vier-Gänge Menü zubereiten und verspeisen: eine Suppe, ein Gericht mit gebratenen Nudeln, ein Curry mit selbstgemachter Currypaste und ein Dessert.

Mit viel Elan geht’s ans Werk

Unter viel Gequassel und Gelächter schnipseln, hacken und rühren wir unsere jeweiligen Zutaten. Ganz schön anstrengend, besonders die Zubereitung der Currypaste im Mörser. Nach kurzer Zeit schon tut mir der Arm weh vom Stampfen. Die Chili-Schoten wollen und wollen nicht klein werden. Wie kriegen die anderen das hin?

Und Nancy macht das in einer Geschwindigkeit, dass mir fast schwindlig beim Zusehen wird. Dann werde auch ich fertig und werfe die Zutaten in den Wok. Kurze Zeit später zieht ein feiner Duft durch die Küche. Unter Nancys fachkundiger Anleitung stehen schon bald die liebevoll dekorierten und gefüllten Teller auf dem Tisch. Ob wenig oder brutal scharf, allen schmeckt es hervorragend.

Als krönenden Abschluss gibt es zum Nachtisch  „Sticky Rice with Mango“. Der hat es uns besonders angetan. Mit dem Rezeptheft in der Hand treten wir zufrieden am Abend unseren Heimweg an.

Gina & Markus von 2onthego:

Gina und Marcus, sind seit geraumer Zeit vom Reisevirus infiziert. Die klassischen Zeitpunkte, um auf große Reise zu gehen, haben sie in ihrer Biografie allerdings verpasst.Die beiden haben also damit begonnen, uns die Welt Schritt für Schritt zu erobern – sozusagen Weltreise auf Raten.

Mehr gibt’s hier: www.2onthego.de

Kochkurs in Myanmar für einen guten Zweck 

Ein Kochkurs in Asien muss sein, immer und auch in Myanmar. Besonders schön ist es, wenn der Kochkurs auch noch einem guten Zweck dient. Als wir am Inle See in Myanmar waren, entdeckten wir die kleine Bamboo Cooking School und buchten direkt für den Abend zwei Plätze.

Wir waren die einzigen Kochschüler an diesem Abend und hatten so die volle Aufmerksamkeit der ganzen Küchencrew. Das Ambiente der offenen Außenküche ist sehr gemütlich. Durch die vielen Pflanzen und Blumen ist es eine wunderschöne Oase mitten in der Stadt.

Sue, ihr Mann und auch alle anderen Mitarbeiter waren sehr hilfsbereit und nett. Wir teilten die insgesamt sechs Gerichte zwischen uns auf, ich durfte also drei Gerichte unter der Anleitung von Sue zubereiten. Auf dem Speiseplan standen: Rindfleisch Curry mit Masala Gewürzen, Fisch Curry, Bohnen in Erdnusssauce, Gebackener Auberginen Salat, Reis Dumplings mit Frühlingszwiebeln und Salat von Teeblättern.

Auch wenn ich schon viele Kochkurse in Asien besucht habe, es ist immer ein neuer Tipp, eine neue Zubereitungsart oder ein neues Gewürz dabei. Man lernt nie aus. Wir konnten viele Fragen stellen und Sue hat uns vieles aus der traditionellen burmesischen Küche erklärt.

Der Kochkurs hat ca. 20 Euro gekostet und war es definitiv auch wert. Ein Teil des Betrages geht an Sues Stiftung, mit der sie die Bildung und Erziehung in ihrem Dorf  unterstütz. Sie engagiert sich darüberhinaus auch mit ihrer kleinen Schule im Garten: Hier geben freiwillige Lehrer Englischunterrricht und können dafür bei ihr schlafen und essen.

Die Rezepte, ein kleines Baumwolltäschchen mit ein paar verwendeten Gewürzen und die Geschichte über Sue’s Projekt bekommt man am Ende ausgehändigt. Es war ein toller Abend!

Weitere Fotos und Infos zum Kochkurs in Myanmar auf Choices of life Travelblog.

Tini von Choices of life – Travelblog:

Tini kommt aus Köln und schreibt seit Februar 2015 auf ihrem Travelblog Choices of life. Sie liebt das Reisen. Egal ob weit weg oder nah, egal ob ein paar Tage oder ein paar Wochen, aber am liebsten individuell und abwechslungsreich mit dem Rucksack.

Wenn es bei uns in Deutschland kalt ist, bereist sie sehr gerne weit entfernte Länder, wenn es wieder wärmer wird, lässt sie sich durch Europa treiben. Immer auf der Suche nach abgelegenen Orten und besonderen Begegnungen mit Einheimischen.

Mehr gibt’s hier: www.choices-of-life.com

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Jessica

Hi, schön, dass du hier bist! Ich bin Jessica und habe mein Herz an fremde Kulturen verloren. Mit der Kamera in der Hand erkunde ich die Welt. Ich bin kunstinteressiert, immer unterwegs, süchtig nach Erdnussbutter, guten Burgern, Streetart und Disney-Filmen. Mein Herz habe ich schon lange an meine Heimat - den Ruhrpott, verloren. Begleite mich auf meiner Reise!

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