Psst … Reiseblogger verraten ihr Lieblingsdessert – Teil I

Es gibt ja Dinge die nimmt man von seinen Reisen mit. Sei es nun mental, materiell oder einfach ein wenig Erfahrung. Was wir alle mitbringen ist aber das Verständnis für fremde Küchen. Gegessen wird immer, und manchmal verliert man sein Herz an ein ganz besonderes Gericht.

Dieses bleibt so sehr im Kopf, dass man sich auch im Alltag gerne wieder daran erinnert. So geht es auch vielen Reisebloggern.

Daher habe ich einige kulinarische Reiseblogger nach ihrem liebsten Dessert gefragt. Rausgekommen ist eine bunte Mischung die nun in den nächsten Wochen in 3 Teilen erscheint.

Den Anfang machen folgende Desserts:

  • Sachtertorte aus Österreich
  • Bayrisch Creme aus Deutschland
  • Profiteroles aus Italien
  • Kouign amann aus Frankreich
  • Mousse au chocolat aus Frankreich
  • Pastel de Nata aus Portugal
  • Pahlava aus Aserbaidschan
  • Medus aus Lettland

Sachertorte aus Österreich & TravelWorldOnline Traveller

Es gibt wohl kaum jemand, der noch nie etwas von der Sachertorte gehört hat. Und dass sie aus Österreich stammt, weiß auch so ziemlich jeder. Zumindest in unseren Breiten. Kein Wunder, stammt sie doch aus einem Land, in dem die Kaffeepause am Nachmittag – oder auch am Vormittag – zum Alltag gehört wie in unserem Nachbarland. Die österreichische Kaffeehaus-Kultur ist legendär.

Wir empfehlen jedem, der das Land besucht, das auch einmal auszuprobieren. Nirgendwo macht es mehr Spaß, Freunde zu treffen, als wenn man gemütlich in einem Kaffeehaus bei einer Tasse Melange und einem Stück Kuchen zusammen sitzt.

Eine weitere Spezialität aus österreichischen Küchen sind die Mehlspeisen. Diese wollte man schon in früheren Zeiten Staatsgästen nicht vorenthalten. So entstand die Sachertorte. Ihr Erfinder stand in den Diensten Fürst Metternichs. Dieser wollte seinen Gästen eine besondere Nachspeise vorsetzen. Weil sein Chefkoch an jenem Tag krank war, fiel die Aufgabe dem Lehrling Franz Sacher zu. Dass sein Name einmal weltbekannt werden sollte, ahnte dieser damals nicht.

Es sollte auch noch einige Jahrzehnte dauern, bis es soweit war. Erst nach vielem hin und her wurde aus dem Schokoladenkuchen mit Marmeladenfüllung die weltberühmte Sachertorte. Wenn Euch die Geschichte (und das Rezept) der Sachertorte interessiert, schaut doch mal auf unserem Blog vorbei: http://www.travelworldonline.de/traveller/typisch-oesterreich-sachertorte/

Für uns jedenfalls gehört ein Besuch im Kaffeehaus mit einer Sachertorte zu fast jedem Besuch in Österreich dazu. Was gibt’s Schöneres, als gemütlich auf einer Café-Terrasse zu sitzen und bei einem Stück Schokoladenkuchen die Berg- und Seenlandschaften Österreichs zu genießen?

Das ist TravelWorldOnline Traveller:

Monika und Petar Fuchs reisen seit 2001 durch die Welt auf der Suche nach regionalen Genüssen. Was sie unterwegs entdecken veröffentlichen sie u.a. in ihrem Genuss Reiseblog TravelWorldOnline Traveller, auf anderen Online Publikationen und in Reise Magazinen.

Bayrisch Creme aus Deutschland & Leben à la carte

Obwohl ich echt eine Naschkatze bin und es nie lange gedauert hat, mich von Eiscreme in Italien, Sticky Rice mit Mango in Thailand, Churros con chocolate in Spanien oder bester Pâtisserie in Frankreich zu überzeugen: Mein Lieblingsdessert kommt aus der Heimat. Naja, nicht ganz. Eigentlich ist auch gar nicht bekannt, woher die „Bayrisch Creme“ denn nun wirklich kommt.

Ist aber auch ganz egal, denn ich liebe sie einfach, ganz besonders mit frischem Erdbeermus serviert. Bayrisch Creme erinnert etwas an italienisches Panna Cotta – ist meiner Meinung nach aber viel leichter und ein perfektes Dessert für den Sommer. Das Rezept findest du hier: http://lebenalacarte.de/lieblingsdessert-step-by-step-zur-perfekten-bayrisch-creme/

Das ist Leben à la carte:

Caro schreibt auf Leben à la carte über ihre Reisen und das Leben als Weltenbummlerin mit unstillbarem Fernweh. Nachdem sie ein halbes Jahr in Paris gelebt hat, stand fest, dass sie nicht mehr dauerhaft in Deutschland leben möchte. Praktisch, dass auch ihr Mann Simon Lust auf eine Veränderung hatte – aktuell planen die beiden eine gemeinsame Weltreise.

Profiteroles aus Italien & Gailtal on Tour

Ich lebe 15 Kilometer von der italienischen Grenze entfernt im Kärntner Gailtal, einem der südlichsten Täler Österreichs. Auf meinem Gailtal on tour Blog dreht sich alles um Freizeitaktivitäten in Kärnten, Reisen, Kurztrips und Cabrio Touren im Alpe-Adria-Raum. Aufgrund der Nähe geht es für uns Kärntner öfter mal zum Essen nach Italien, besonders in die benachbarte Region Friaul.

Jeder kann behaupten was er will: aber in Bella Italia ist schmecken der Kaffee, die Pasta, die Pizza und der Aperol Spritz einfach besser. Keine Ahnung, wie die Italiener das anstellen. In fast jedem Restaurant gibt es auch die bekannten Profiteroles. In den Vitrinen italienischer Speiselokale oder Cafés lachen sie einem schön in Kasserollen geschlichtet entgegen.

Dieses klassische italienische Dessert besteht aus zuckerlosen Windbeuteln (österr. Brandteigkrapfen) gefüllt mit Mokkacreme und wird mit einer dicken Schicht dunkler oder weißer Schokoladensauce überzogen. Serviert werden die kleinen Kalorienbomben dann auch noch mit Schlagsahne und einer Dekoration aus dunkler Schokoladensauce.

Dazu genießt der Italiener dann nach dem Essen einen Caffè (schwarz), Ristretto (klein und stark) oder Macchiato (klein mit einem Klecks Milch), niemals jedoch einen Cappuccino oder Caffè Latte. Den trinkt man in Italien nur morgens zum Frühstück. Wer ihn am Nachmittag genießt, der outet sich sofort als Tourist. Cappuccino am Nachmittag ist ein absolutes No-Go bei den Italienern.

Das ist Gailtal on Tour:

Anita ist Mitte 30 und waschechte Gailtalerin. Sie mag Kärnten, die Natur, Sommer, Sonne, Bücher, gutes Essen, Selbstgekochtes, Reisen, Fotografieren und Katzen. Und weil sie schöne Dinge gerne teilt schreibt sie auf ihrem Blog Gailtal on Tour darüber.

Kouign amann aus der Bretagne in Frankreich & Bretagne Reisefieber

Kulinarische Feinschmecker, die auf ihren Reisen einmal durch die Bretagne gekommen sind, kennen ihn vielleicht. Er kann ein Dessert nach einem Gängemenü sein, es gibt ihn aber auch auf der Straße. Ein kleiner runder Fladen mit einer honigfarbenen glänzenden Masse umgeben. Ein Butterkuchen – der Kouign amann ist in der Bretagne überall zu bekommen, bei Bäckern und in Pâtisserien, auf Märkten und Festen. Man muß nur dem Duft nach Butter und Karamell folgen.

Meinen ersten Kouign amann habe ich in der mittelalterlichen Kulisse des Städtchens Rochefort en Terre, im Morbihan gegessen. Damals ganz frisch direkt vom Bäcker über die Theke in die Hand. Hmm war das lecker! Danach bin ich immer wieder auf den Kouign amann gestoßen und irgendwie wurde er zum meinem Lieblingsdessert.

In der bretonischen Sprache steht kouign für Kuchen und amann für Butter. Einfach gesagt ist es ein grober Blätterteig der mit Salzbutter und viel Zucker hergestellt wird. Durch das Backen entsteht eine feine Karamellkruste mit etwas Salzgeschmack.

Die Idee dazu kam im 19. Jahrhundert als es eine Mehlknappheit gab. Die Bäcker nahmen kurzerhand so viel Butter und Zucker, wie das Mehl gerade noch binden konnte. So entstand in der Hafenstadt Douarnenez im Finistère ein Dessert, was inzwischen weit über die Grenzen der Bretagne hinaus zu genießen ist.

Den Kouign amann gibt es mittlerweile sogar im Supermarkt, haltbar eingepackt. Am besten schmeckt er aber, wenn er ganz frisch und noch warm ist.

Das ist Bretagne Reisefieber:

Seit ein paar Jahren lebt Ben in der Bretagne. Hier kann er seiner Leidenschaft für die Natur und der Fotografie nachgehen und kleine Leckereien wie den Kouign amann entdecken. Durch die vielen Kurzreisen durch die bretonische Halbinsel ist ihm die Idee zu seinem Bretagne Reisefieber Blog gekommen. Darin gibt er all seine Erfahrungen und Tipps weiter, die er über das Jahr vor Ort macht.

Mousse au Chocolat aus Frankreich & Mosaiksteine

In Frankreich gibt es so viele leckere Desserts, da kann man sich oft gar nicht entscheiden, wenn man die Wahl zwischen Croissants, Eclaires und Macarons hat. Mein Lieblingsdessert von dort ist aber Mousse au Chocolat. Diese wird aus dunkler Schokolade, Eiern, Zucker und Sahne zubereitet.

Schon bei meinen Reisen als Kind nach Frankreich musste es bei mir zum Nachtisch immer Mousse au Chocolat sein. Da ich mittlerweile vegan lebe und reise komme ich leider meistens nur noch zu Hause in den Genuss dieser cremigen Sünde, denn Frankreich ist leider kein besonders veganfreundliches Land.

Für die vegane Mousse au Chocolat lasse ich die Eier einfach weg und nehme vegane Sahne und Schokolade. Wenn ich in Frankreich bin besorge ich mir im Supermarkt außerdem extra Dessertschokolade. Die eignet sich besonders gut für Mousse au Chocolat oder zum backen.

Das ist Mosaiksteine:

Melanie ist ein kleiner Chocoholic und bloggt auf Mosaiksteine über veganes Reisen und Rezepte aus aller Welt.

Pastel de Nata aus Portugal & unterwegs bleiben

Um die Welt zu reisen ist ein Privileg. Wir sind jedes Mal aufs neue dankbar, dass wir mit unserem Sohn Paul und bald auch mit ihm und seinem kleinen Brüderchen die Welt bereisen können. Es bleiben unzählige, unbezahlbare Eindrücke haften. Seien es Pauls wackelige Schritte auf einer Wiese vor dem Sydney Opera House oder sein erster Hubschrauberflug über dem Mount Aspiring National Park in Neuseeland.

Manchmal jedoch sind es auch Dinge fernab von Sehenswürdigkeiten und kindlichen Entwicklungsschritten.Ein solches Highlight findet sich dann zuweilen in der Kultur und Küche einer Region. So erging es uns beispielsweise bei unserem ersten Trip nach Portugal. Bei einem Kaffee in der Septembersonne Portugals bestellten wir ganz unvoreingenommen und unwissend ‚Pastel de Nata‚. Bis zu diesem Zeitpunkt wussten wir nur, dass es als die portugiesische Nachspeise schlechthin gilt, jedoch nicht was uns im Detail erwarten würde.

Egal, der erste Biss machte klar: egal was es ist, wir brauchen mehr! Auch Paul langte direkt zu und pflichtete uns bei: das war gut! Heute wissen wir, dass Pastel de Nata nicht nur unheimlich lecker sind, sondern auch leicht herzustellen. Es braucht prinzipiell nur ein wenig Blätterteig, der in Formen gedrückt und anschließend mit Vanillepudding gefüllt wird. Nachdem diese Masse ein wenig gebacken hat, wird die Oberfläche mit braunem Zucker karamellisiert. Einfach und unschlagbar gut.

Das ist unterwegs bleiben:

David und seine Frau Eva schreiben auf ihrem Blog UNTERWEGS-BLEIBEN.de über das Reisen mit Kind bis ans Ende der Welt. Zuletzt haben sie Singapur, Australien, Neuseeland und Thailand für vier Monate bereist. Kind zwei ist unterwegs und die Planungen zur nächsten Weltreise laufen auf Hochtouren.

Pahlava aus Aserbaidschan & Esther’s Travel Guide

Gastfreundschaft wird in Aserbaidschan groß geschrieben, in dieser Hinsicht sind die Aserbaidschaner richtige Orientalen. Wer hier zu Besuch bei einer Familie ist, der wird in jedem Fall täglich zum Essen (oder zu mehreren Essen!) eingeladen. Die aserbaidschanische Küche setzt sich aus türkischen, georgischen und iranischen Elementen zusammen und ist wahnsinnig vielfältig.

So kennt auch die aserbaidschanische Küche, wie fast alle Küchen im vorderen Orient und Zentralasien, eine Vielzahl an süßen Nachspeisen, die ebenfalls von den Nachbarländern stark beeinflusst sind. Dazu gehört z. B. das aserbaidschanische Pahlava, das an das türkische Baklava angelehnt ist. Wer Baklava (oder Pahlava) nicht kennt: Bei dieser Süßspeise handelt es sich um verschiedene zuckersüße Teigschichten, die mit Mandeln oder Pistazien garniert werden.

Zu dieser sehr beliebten und recht schweren Nachspeise wird das aserbaidschanische Nationalgetränk schwarzer Tee getrunken, der meistens mit Marmelade nachgesüßt wird. Zum Zeitpunkt des Nachtisches war ich bereits immer pappsatt, aber ablehnen geht natürlich gar nicht! Pahlava wird sehr aufwändig und zeitintensiv zubereitet und hält, dank des konservierenden Zuckers, wochenlang. Hier findet Ihr übrigens ein schönes Rezept zum Nachbacken: https://www.springlane.de/magazin/rezeptideen/aserbaidschanische-baklava/

Das ist Esther’s Travel Guide:

Esther ist Studentin, Buchautorin und Reisesüchtige. Sie liebt den Orient, Orte abseits der typischen Touristenpfade und traditionelles Essen.

In ihrem Travel Guide findest Du alle nützlichen Tipps für Deine nächste Reise: Wie viel Geld braucht man? Gibt es kulturelle Besonderheiten? Welche Jahreszeit eignet sich am besten?

Medus aus Lettland & PASSENGER X

Ich gehöre zu den Leuten, die auf der Speisekarte zuerst nach den Desserts schauen. Je nachdem, was dort angeboten wird, wähle ich meinen Hauptgang. Es gibt einen richtig geilen Schokokuchen? Na dann werde ich den auf jeden Fall bestellen und den Hauptgang im Zweifel kleiner halten.

Ich brauche also wohl nicht erklären, dass ich mich immer wie ein kleines Kind freue, im Ausland die landestypischen Desserts zu probieren. Ob Moshi Moshi in Japan, Baklava in der Türkei oder Klassiker wie das italienische Tiramisu. Wenn es schmeckt, dann versuche ich mich daran, es daheim nach zu kochen – oder zu backen.

Wenn es gelingt und schmeckt wie im Urlaub, dann hat sich das Rezept einen Platz in meinem Kochbuch verdient. Zuletzt ist ein lettisches Dessert im Kochbuch gelandet: der geschichtete Honigkuchen Medus. Das erste Mal habe ich ihn im sehr coolen Café Rocket Beans in Riga gegessen und da war ich dann direkt hin und weg.

So großartig fand ich die Mischung aus Honigkuchen und Mascarpone Creme. Das ist süß, aber nicht so furchtbar süß, wie beispielsweise Baklava. Perfekt für einen entspannten Stopp zwischen den Sights in der hübschen Rigaer Altstadt oder eben auch für einen gemütlichen Sonntag daheim. Falls du ihn nachbaken willst, das Rezept gibt es bei mir im Blog.

Das ist PASSENGER X:

Nicole ist die Gründer von PASSENGER X, dem Blog, für alle, die das „Hier und Jetzt“ genießen und sich zeitgleich immer auch nach dem „Woanders“ sehnen. Sie bietet dir verdammt gute Reisetipps, egal ob Städtereise oder Road Trip, gern auch zu exotischen Zielen wie Grönland. Außerdem bringt sie dir immer die besten Rezepte von ihren Reisen mit.

Lust auf mehr tolle Desserts?

Hier findest du den ersten Teil, der wunderbaren Desserts, die mir Reiseblogger verraten haben:

Teil 2: https://yummytravel.de/reiseblogger-verraten-ihr-lieblingsdessert-teil-2/

Teil 3: https://yummytravel.de/psst-reiseblogger-verraten-ihr-lieblingsdessert-teil-III/

Hast du auch ein Dessert, was du gerne isst? Vielleicht aus einem anderen Land? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

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Jessica

Jessica

Hi, schön, dass du hier bist! Ich bin Jessica und habe mein Herz an fremde Kulturen verloren. Mit der Kamera in der Hand erkunde ich die Welt. Ich bin kunstinteressiert, immer unterwegs, süchtig nach Erdnussbutter, guten Burgern, Streetart und Disney-Filmen. Mein Herz habe ich schon lange an meine Heimat - den Ruhrpott, verloren. Begleite mich auf meiner Reise!

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