Psst … Reiseblogger verraten ihr Lieblingsdessert – Teil III

Wahnsinn, wir sind einmal um die ganze Welt gereist. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen wenn ich an die ganzen tollen Desserts denke, die in den letzten beiden Teilen vorgestellt wurden. Ob man das noch toppen kann? Mach dir am besten selber ein Bild:

Hiel findest du die letzten beiden Teile der Serie:

Weiter geht es mit folgenden Desserts:

  • Dalar Gurung aus Indonesien
  • Tres Leches Cake aus Costa Rica
  • Cranachan aus Schottland
  • Mustikkavispipuuro aus Finnland
  • Letzebuergesch Brioschgratin aus Luxemburg
  • Panzerotti aus Mailand

Dadar Gulung aus Indonesien & travlgedengl.com

Kein Essen verbinde ich mehr mit meiner Zeit auf Bali, als Dadar Gulung (Kokos Pfannkuchen ).Ich weiß, das klingt erstmal relativ unspektakulär, doch diese leckeren Teigröllchen haben es nicht nur geschmacklich in sich.

Traditionell gibt es Dadar Gulung zum Frühstück, zusammen mit einem frischgepressten Obstsaft oder einem etwas gewöhnungsbedürftigen indonesischen Kaffee. Ein super leckerer und gesunder Start in den Tag. Auf Bali werden hauptsächlich einheimische Obst- und Gemüsesorten verwendet. (Nicht so wie bei und aus Gewächshäusern einmal um die halbe Welt geschifft) Ich finde das hat doch was!

Das optische Highlight dieses Desserts ist definitiv die Farbe. Traditionell wird der Pfannkuchenteig mit Pandanblättern grün gefärbt, ich habe aber auch andere Farbvariationen gesehen. Im Gegensatz zu den typisch westlichen Pfannkuchen werden diese hauchdünn zubereitet und erinnern eher an das was wir Crêpes nennen.

Die Füllung besteht aus Kokosraspeln und Palmzucker, zusammen eine saftige, leckere braune Masse mit einer geilen Konsistenz, die in die Pfannkuchen gewickelt wird. Falls ihr mal auf Bali seit müsst ihr unbedingt Dadar Gulung probieren. Für mich definitiv der Geschmack Balis.

Das ist Travlgedengl:

Kathrin liebt Reisen und Texten, da war die Idee einen Reiseblog zu starten wohl einfach die logische Konsequenz. Am liebsten reist sie mit ihrem Rucksack in ferne Länder, doch manchmal muss auch ein Wochenendtrip oder ein beruflicher Auslandseinsatz für einen kurzen Tapetenwechsel reichen. Ihre besten Tipps, Erfahrungen und Eindrücke aus der ganzen Welt teilt sie auf ihrem Blog travlgedengl.com mit euch.

Tres Leches Cake aus Costa Rica & Unterwegs in der Welt

Er gilt als das Nationaldessert Costa Ricas und hat es ganz schön in sich – der Tres Leches. Ein Kuchen, der eigentlich nur aus Sahne und Kondensmilch besteht und trotzdem ist er unglaublich lecker. Das erste Mal durfte ich 2014 in den Genuss von Tres Leches kommen und zwar als ein Bekannter, der vor Ort wohnt, von seiner Nachbarin zum Geburtstag einen Tres Leches gebacken bekommen hatte.

Tres Leches muss man sich zwar sehr süß vorstellen, aber mit einem ganz besonderen Geschmack, welchen die Kondensmilch mit sich bringt. Die Konsistenz ist fast schon etwas Pudding-ähnlich und auch, wenn man nur ein Stück davon essen kann, probiere ich ihn immer wieder gerne. Natürlich gibt es unglaublich viele Rezepte zu diesem Dessert, meines stammt von einer einheimischen Mitarbeiterin im Hotel meiner Tante, welches sich in Guanacaste befindet.

Zutaten:
4 Eiweiß, 4 Eigelb, 100g Zucker, 1 Prise Salz, etwas geriebene Zitronenschale, 4 EL Mehl, 4 EL Speisestärke, 250g Sahne, 1 Dose normale Kondensmilch, 1 Dose gesüßte Kondensmilch

Zubereitung:
Zuerst das Eiweiß mit Zucker und Salz steif schlagen. Vorsichtig das Mehl, die Speisestärke, die Zitronenschale und das Eigelb unterheben. Ofen auf 180°C Umluft vorheizen und in einer rechteckigen Form circa 25-30 Minuten backen, darauf achten, dass der Kuchen nicht zu dunkel wird. Die Sahne, Kondensmilch und gesüßte Kondensmilch vermischen.

Wenn der Kuchen fertig ist, auskühlen lassen, danach mehrmals mit einer Gabel anstechen und die Sahne-Milch-Mischung langsam über den ausgekühlten Kuchen gießen. Danach kommt das Ganze für gut 30 Minuten in den Kühlschrank.

Zum Schluß könnte man noch 2 Eiweiß mit 4 EL Zucker steif schlagen und auf den Kuchen geben, ist allerdings kein Muss. Fertig ist der Tres Leches Cake.

Viel Spaß beim Schlemmen und Genießen.

Das ist Unterwegs in der Welt:

Daniela ist 28 Jahre alt und ich bloggt seid gut einem Jahr auf Unterwegs in der Welt. Bei ihr erfährst du, wie du an günstige Flüge kommst. Daniela nimmt dich auch mit auf ihre Abenteuer. Egal ob nah oder fern, ob Hawaii, Costa Rica, Kuba, England oder Österreich, alles ist mit dabei.

Cranachan aus Schottland & Ria on Tour

Bei 10 Tagen Roadtrip durch Schottland erlebt man so einiges. Die atemberaubende Landschaft lässt einen nur staunen, den Mund bekommt man nur selten zu. Abends fällt man geplättet von so vielen tollen Eindrücken und frischer Luft todmüde auf die Luftmatratze im Zelt. Kaum ist es dunkel, lässt der Tiefschlaf nicht lange auf sich warten, bis einen dann die ersten Sonnenstrahlen und das Vogelgezwitscher wecken.

Morgens und abends wird der Campingkocher angeschmissen, Gemüse geschnippelt, Nudeln oder Tee gekocht und der obligatorische Bagel mit Käse belegt. Als Nachmittagssnack gibt’s dann Scone to go. Fertig wäre mein unvergesslicher Schottland-Camping-Trip im Mai 2016. Aber nur wäre. Weil noch etwas Entscheidendes fehlt.

Und zwar haben wir – mein Travelbuddy Janina und ich – uns alle paar Tage mal etwas gegönnt: ein warmes Abendessen mit mindestens zwei Gängen! Denn die Schotten können mehr als Haggis & Whiskey. Sie können nämlich das beste Dessert auf der Welt machen: Cranachan!

Wie es richtig ausgesprochen wird? Keine Ahnung. Ich hab die Bedienung gefragt, aber nicht wirklich verstanden. Die Schotten und ihre Sprache…! Aber es ist in diesem Fall auch wirklich egal, wie es richtig betont wird, denn was viel wichtiger ist: es schmeckt einfach himmlisch gut! Es besteht aus Haferflocken, Honig, Sahne und – was es so einzigartig schottisch macht – ein bisschen Whiskey.

Serviert wird dieses cremige Dessert mit Früchten. Bei mir waren Himbeeren dabei und beim Gedanken an den Moment, als ich den ersten Löffel davon aß, fühle mich gleich wieder im 7. kulinarischen Himmel! Das Cranachan-Erlebnis hat meinen Roadtrip durch Schottland einfach perfekt und unvergesslich gemacht.

Ganz nebenbei erwähnt: diesen Nachtisch habe ich in dem wohl schnuckeligsten und gemütlichsten Restaurants Schottlands gegessen. Das ‚Waterfront‘ befindet sich im alten Bahnhofsgebäude in Kyle of Lochalsh, einer kleinen Stadt, kurz bevor man auf die oder runter von der Isly of Skye fährt. Mein Tipp: reservieren – es ist schon lange kein Geheimtipp mehr!

Das ist Ria on Tour:

Ria ist Bloggerin bei Ria on Tour, Social Media Managerin und Reisefanatikerin! Sie liebt Hamburg, aber liebt es auch, die Welt zu entdecken! Ihr Fernweh führt sie regelmäßig in tolle Städte, fremde Länder und zu großartigen Landschaften. Am liebsten reist sie individuell, mit Rucksack oder macht einen Roadtrip durchs Land.

Mustikkavispipuuro aus Finnland & Mahtava

Wer schon mal in Finnland war, dem ist sicherlich schon aufgefallen, dass die Finnen große Porridge-Freunde sind. Für gewöhnlich startet man den Tag mit einer großen Portion Haferbrei – eine Vorliebe die ich bis heute allerdings nicht so ganz teilen kann.

Es gibt unzählige Kochbücher, die sich nur dem Thema puuro ( Brei auf Finnisch) widmen, egal ob aus Getreideflocken, Grieß oder Milchreis. Das schöne an diesem Rezept ist jedoch, durch einen kleinen Kunstgriff wird aus dem klassischen Grießbei eine fluffige stichfeste Creme und erinnert eher an ein fruchtig leichtes Dessert, als an einen Frühstücksbrei.

Rezept für finnische Blaubeercreme (Mustikkavispipuuro) – (ca. 4 Portionen)

Zutaten:
1 l Wasser
500 g Blaubeeren (frisch oder TK)
140 g Weichweizengrieß
60 g Rohrzucker

Zubereitung: Die Blaubeeren und das Wasser in einen Topf geben und zum kochen bringen. Für 10-15 Minuten köcheln lassen. Dann den Grieß unter ständigen rühren einstreuen und weitere 10 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss den Zucker hinzufügen und unter rühren warten bis sich der Zucker aufgelöst hat, dann den Topf vom Herd nehmen.

Den Topf in ein mit kaltem Wasser gefülltes Waschbecken stellen. Abkühlen lassen und dann mit einem elektrischen Rührbesen schaumig schlagen bis die Masse hellrosa und schön fluffig wird. Serviert wird die Blaubeercreme mit einem Schuss Milch oder wenn sie als Dessert serviert wird auch gerne mit geschlagener Sahne.
Tipp: Anstatt Blaubeeren kann man ebensogut Preiselbeeren oder Johannisbeeren verwenden. Allerdings sollte man bei herberen Beeren etwas mehr Zucker hinzufügen.

Das ist Mahtava:

Michaela bloggt auf www.mahtava.de über ihre Liebe zu Finnland, Skandinavien und die nordische Küche. Zur Zeit wohnt sie in München, aber noch lieber ist sie in ihrem roten Holzhaus oberhalb des Polarkreises. Wenn sie nicht bloggt, dann konzeptioniert und gestaltet sie Zeitschriften.

Letzebuergesch Brioschgratin aus Luxemburg & msiemund.de

Es ist weich und fluffig, das Gefühl auf der Zunge, der Geschmack, das Gesamtpaket ist einfach unbeschreiblich. Die Rede ist von meinem Lieblingsdessert anderer Küchen: Einem luxemburgischen Brioschgratin. Luxemburg hat es mir eh in letzter Zeit sehr angetan (und so war ich in den letzten 9 Monaten bereits dreimal dort).

Ich liebe das Land, die Leute und vor allem die Sprache. Aber auch die Küche ist wirklich toll. Für das Brioschgratin muss ich zum Glück aber gar nicht so weit fahren – es gibt nämlich auch einen Luxemburger in Berlin, der sogar den Preis für das beste Briosch (was übrigens die Brioche auf Luxemburgisch ist) gewonnen hat.

Und im de Maufel fühlt man sich fast schon wie in Luxemburg (zumindest wenn man nicht nach draußen schaut). Zu dem Gratin gibt es noch eine Art Zwetschgenröster, wie der Österreicher in mir es betiteln würde. Und Luxemburgisch schwätzen kann man dort auch wunderbar.

Selbst hinbekommen habe ich so ein wunderbar weiches, leckeres Brioschgratin noch nicht – also muss ich wohl öfter zum Luxemburger meiner Wahl oder doch gleich ganz nach Luxemburg.

Das ist msiemund.de:

Melanie schreibt auf msiemund.de übers Reisen, Essen, Kultur und Lifestyle. Sie ist Berlinerin und pendelt zwischen Berlin und Wien. Nicht nur die Wissenschaft (sie ist Linguistin) bringt sie aber auch quer durch ganz Europa.

Panzerotti aus Mailand & Von Ort zu Ort reisen

Wer in Mailand unterwegs ist sollte es nicht verpassen Panzerotti zu essen! Diesen Tipp haben wir von einer Mailänderin vor unserer Reise bekommen und sie hat uns auch verraten, dass wir dazu zu Luini gehen müssen. Hier soll es die besten, die unnachahmlichen Panzerotti von ganz Mailand geben.

Panzerotti ist ein Gebäck, dass aus einem speziellen Teig hergestellt wird. Bis heute ist das Rezept ein Familengeheimnis. Klassisch werden Panzerotti eigentlich mit herzhafter Füllung aus Tomate und Mozzarella angeboten. Inzwischen ist aber die süße Variante auch ein Verkaufsschlager. Gegessen werden sollte das Gebäck möglichst warm.

Mein Favorit war ein Panzerotti mit Kirsch – Schokoladenfüllung. Der Teig ist sehr locker und das Gebäckstück wirklich sehr süß. Genau der richtige Snack für Schleckermäuler. Es gab aber noch so viele andere Varianten mit den unterschiedlichsten Füllungen. Ein Tipp – man sollte flexibel sein, was die Füllung angeht. Was ausverkauft ist, wird erst am nächsten Tag wieder angeboten.

Preislich sind die Panzerotti in Mailand in Ordnung, wir hatten aufgrund der Einzigartigkeit mit einem höheren Preis gerechnet.

Ihr findet Luini im Mailand in der Via Santa Radegona 16.

Öffnungszeiten:
Montag: 10- 15 Uhr
Dienstag – Samstag: 10-20 Uhr Sonntag: geschlossen

Das ist Von Ort zu Ort reisen:

Dem Panzerotti auf der Spur waren Susanne und Patrick bei einem Mailand Aufenthalt. Sie veröffentlichen ihre Reiseerlebnisse und kulinarischen Erlebnisse in ihrem Blog Von Ort zu Ort reisen.

Lust auf mehr tolle Desserts?

Hier findest du den ersten Teil, der wunderbaren Desserts, die mir Reiseblogger verraten haben:

Teil 1: https://yummytravel.de/psst-reiseblogger-verraten-ihr-lieblingsdessert-teil-I/

Teil 2: https://yummytravel.de/reiseblogger-verraten-ihr-lieblingsdessert-teil-2/

Hast du auch ein Dessert, was du gerne isst? Vielleicht aus einem anderen Land? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

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Jessica

Jessica

Hi, schön, dass du hier bist! Ich bin Jessica und habe mein Herz an fremde Kulturen verloren. Mit der Kamera in der Hand erkunde ich die Welt. Ich bin kunstinteressiert, immer unterwegs, süchtig nach Erdnussbutter, guten Burgern, Streetart und Disney-Filmen. Mein Herz habe ich schon lange an meine Heimat - den Ruhrpott, verloren. Begleite mich auf meiner Reise!

4 Kommentare

  • Hey Jessica,
    so, nachdem ich den Artikel gelesen habe, muss ich sofort einkaufen gehen, um all diese leckeren Desserts nachmachen zu können 🙂 Ein super Idee mit der kulinarischen Reise durch die Länder der Welt….und danke, dass ich mit dabei sein durfte!
    Liebe Grüße
    Ria

  • Jessica… hör auf … biiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitte!

    grins … das ist natürlich nicht ernst gemeint! Weiter! Mehr! … aber… du „schuldest“ mir die Reinigung mehrerer vollgesabberter Shirts und eine neue Jeans, weil die alte nach dem Lesen deines Posts nicht mehr passt (ich gehöre zu den wenigen Menschen mit dem unglaublichen, den Welthunger besiegenden Talent, zwei Kilo Gewicht alleine durch das anschauen einer TV-Backshow zuzunehmen).

    Scherz beiseite: Tolle Posts, bei denen einem das Wasser im Mund zusammenläuft. Habe alles schon brav ausgedruckt und werde das ein oder andere Rezept bei einem Urlaubs-Revival-Abend ausprobieren.

    Toller Blog. Bitte mehr.
    Lieber Gruß – Diane

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