Entdeckungstour: Streetart in Köln – Belgisches Viertel

Das Belgische Viertel in Köln (die Kölner sagen übrigens Veedel) ist trendy und in aller Munde. Voll von hippen Menschen und meinem Objekt der Begierde: Streetart. Die Straßen (abgeleitet von belgischen Städten) sind vollgestopft mit Kunstwerken und Entdeckungen. Hier findet sich alles was das Streetart Herz begehrt, Paste Ups, Sticker und Murals. Streetart gibt’s in Köln wie Sand am Meer. Doch im Belgischen Viertel finden sich wahre Schätze.

Das Viertel ist aber nicht nur bekannt für seine Streetart, hier treffen sich modebewusste, Individualisten und Hipster. Die Modeläden reihen sich hier aneinander, kleine Boutiquen die ihr eigenes Ding machen. Daneben finden sich Galerien, Wohnungen und Cafés.

Wer jetzt Modeketten a la H&M sucht, der sucht vergeblich. So wie das Klientel sind die Shops hier individuell. Der Platz rund um die Christuskirche ist Treffpunkt für Jung und Alt und das Zentrum der Streetart. Der perfekte Ort für die Streetartists ihre Werke zu präsentieren. In diesem Sinne: Viva Colonia!

Ich habe 2 Tage im Belgischen Viertel verbracht und möchte dir meine Lieblingsstücke, meiner Streetart Tour durch Köln, ans Herz legen.

Streetart und das Belgische Viertel

Kurze Erklärung zu den verschiedenen Varianten von Streetart.:
Sticker – wird auf Objekte geklebt
Paste Up – aus Papier, wird mit Leim oder Kleister befestigt
Mural – Malerei auf einer Wand
Stencil – Farbe wird mit einer Schablone aufgetragen

Streetart in Köln: Pdot und seine Geister

Pdot ist ein unbekannter Straßenkünstler, der seine Kreise nicht nur in Köln zieht. Ursprünglich hat er in Düsseldorf angefangen den bekannten Pac-Man Geist zu kleben. Seine Sticker sind vor allem da zu finden, wo sie nicht so leicht entfernt werden können. Also Augen auf. Seine bunten Geister verstecken sich hoch oben auf der Rückseite von Straßenschildern, an Hauserwänden oder anderen ausgefallenen Plätzen.

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Der typische Geist von Pdot. Augen auf, er versteckt sich gerne!

Streetart in Köln: Planet Selfie – Kritik an der Gesellschaft?

Selfies. Krankheit oder Segen? Diese Frage kann jeder für sich so beantworten wie er mag. Planet Selfie sieht diese als Grund mit Comic Paste Ups darauf aufmerksam zu machen. Wusstest du das im letzten Jahr mehr Menschen bei einem Selfie gestorben sind, als bei einem Haiangriff? Das ist doch mal ein Grund die Selfie-Manie von einer anderen Seite zu beachten.

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Wenn einer in Köln viele Selfies macht, dann definitiv Planet Selfie.

Streetart in Köln: Ja!Da! – Wieder Kind sein

Paste Ups von Ja!Da! sind witzig und bunt. Das kommt an. Im belgischen Viertel finden sich einige Kunstwerke. Was ich daran so mag? Die Nostalgie. Die meisten Paste-Ups zieren Comic-Figuren aus meiner Jugend. Wie kann man da nicht nostalgisch werden?

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Ja!Da! macht oldschool Comics zu Streetart.

Streetart in Köln: Joiny – kleines Mädchen ganz groß

Joiny ist Kult. Joiny findet sich überall. Joiny ist schon viel rumgekommen. Das kleine Mädchen gibt normalerweise ihre Weisheiten von sich. Immer auf ihre Art und immer in Kölsch. Joiny hat auch schon viel von der Welt gesehen. Sie war schon in Amsterdam, Tokio oder auch Berlin. Stilecht immer mit ihren kölschen Sprüchen – und dem Joint in der Hand.

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Joiny hat sich im laufe der Zeit immer wieder verändert.

Streetart in Köln: Meow – Mehr Katzen braucht die Welt

Wenn die Welt etwas braucht, dann ist es mehr Cat-Content. Da wo eine Katze ist, ist auch gute Laune. So auch hier im Belgischen Viertel. Meow bringt mit ihren Paste Ups mehr Katzen auf die Straßen. In allen Variationen. Meow ist da wo Cat-Content gebraucht wird – überall. Davon will ich mehr sehen!

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Wer mag eigentlich keine Katzen?

Streetart in Köln: #LIEBE – Lieblingsstück

Im Juni hat ein unbekannter Künstler über 80 Pommesschalen in Regenbogenfarben angemalt, mit #LIEBE betitelt und in der Kölner Innenstadt verteilt. Das alles in einer Nacht-und Nebelaktion. Wer es war, bleibt unbekannt. Die Pommesschalen sind mittlerweile verschwunden. In der Nähe des Brüsseler Platzes ist mir allerdings dieses wunderbare Kunstwerk aufgefallen. Ob es auch auf das Konto des Pommesschalen-Künstlers geht?

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Mein Lieblings Kunstwerk. Wir brauchen alle #LIEBE.

Streetart in Köln: Sei leise – etwas zum nachdenken

Hier mal was tiefgründigeres. Die Paste Ups von Sei Leise haben mich viel Recherche gekostet, aber das war es wert. Ich finde die Darstellung der Kinder bei den Paste Ups absolut gelungen und außergewöhnlich. Das regt endlich mal zum Nachdenken an und ist nicht so flach wie manch andere Kunst.

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Sei leise, ist das Motto, dass hier zum denken anregt.

Streetart in Köln: BLAW BLAW BLAW – nichts mehr hinzuzufügen

Blaw Blaw Blaw Paste-Ups zieren mittlerweile jede Ecke des Belgischen Viertels. Manchmal ganz klein aber auch in größeren Ausmaßen. Blaw Blaw Blaw ist da wo man auch mal Bla Bla braucht. Meistens als Sprechblase an anderen Kunstwerken. Aber auch einzeln wirkt die Message. Einer meiner Lieblinge!

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Wenns mal nichts zu sagen gibt – Blaw Blaw Blaw.

Streetart in Köln: Knopfi – liebenswürdige Knopfaugen

Knopfi taucht oft zusammen mit Joiny auf. So wie Joiny gibt auch sie manchmal Weisheiten von sich. Manchmal ist Knopfi auch in Form eines Minions zu finden. Leider hatte ich dieses Vergnügen nicht.

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Knopfi ist süß und so voller Weisheiten.

Streetart in Köln: Zappel und Knautsch – im Auftrag

Dieses Mural von Zappel und Knautsch ist eine Auftragsarbeit und lässt sich an einer Garage im belgischen Viertel finden. Ich mag es, dass die Welt hier verkehrt ist und die Gesetze aufgehoben wurden. Auftragsarbeiten haben in der Szene meist einen schlechten Ruf. Bei manchen kann ich es nachvollziehen. Doch wenn eine Message dahintersteckt, finde ich es nicht verwerflich wenn man sich sein Heim gestalten lässt.

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Eine gelungene Auftragsarbeit. Mit tieferem Sinn.

Abstecher nach Ehrenfeld

Vorab: Ehrenfeld ist voller Streetart, bei einem Abstecher wirst du wohl kaum alles in ein paar Stunden sehen. Komm lieber an einem kompletten Tag nochmal wieder und widme dich der Straßenkunst. Für manche Murals muss man hier Suchen, einige sind aber offensichtlich.

So wie am Bahnhof in Ehrenfeld. Hier findet sich noch einige andere Murals.Vielleicht bist du auch mit einer Streetart Tour an der richtigen Adresse. KölnTourismus bietet Streetart Touren in Ehrenfeld an. Sehr zu empfehlen übrigens. Ich habe die Tour auch gemacht und sehr viel dazu gelernt.

Dieses Mural von Zosen aus Barcelona mag ich ganz besonders. Es lässt sich einfach so viel finden und es wird nicht langweilig. Was findest du alles?

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Ich bin Fan von farbenfrohen Murals. Dieses hier ist atemberaubend.

Streetart in Köln: ROA in Ehrenfeld – Eine Legende

Ich bin Fan. Seitdem ich den Kranich von ROA in London, genau genommen in Brick Lane gesehen habe. Ich mag die realistische Darstellung mit denen er die Tiere abbildet. Dieses Mural findet sich in Köln Ehrenfeld an einer alten Metzgerei. Ziemlich passend für so ein anatomisch exakt gehäutetes Kaninchen. Leider ist der Anblick nichts für zarte Gemüter und so löste ROA mit seinem Beitrag zum CityLeaks Festival eine wahre Kaninchenverschwörung aus.

Hierbei wurden die Hausbesitzer nur gefragt, ob sie ein Mural auf ihrer Fassade haben wollen. Ihnen wurde allerdings nicht mitgeteilt was es ist. Mittlerweile haben sich die Hausbesitzer damit abgefunden und sogar angefreundet. Das Mural von ROA ist sogar das meist fotografierte in der Stadt. Was ich dazu sage: Leute, ihr habt einen ROA im Veedel, wie cool ist das denn?

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ROA – meiner Meinung nach einer der genialsten Köpfe in der Szene.

Streetart in Köln: Chasing the Record Man

Der Record Man ist eine Legende in Köln, die Idee ist simpel und doch so genial. Man nehme eine ausgediente Schallplatte als Kopf und einen elegant gekleideten Mann als Körper. Et voilà, fertig ist der Record Man.

In Ehrenfeld gibt es nach meinem Recherchen noch 2 Stück von der Sorte. Der eine, auf dem Foto in der Nähe des Ehrenfelder Bahnhofs und einen in einer Unterführung im Belgischen Viertel. Den habe ich auf dem Nachhauseweg zufällig aus dem Auto entdeckt.

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Record Man ist selten. Cool, wenn man einen erblickt.

Pause Zwischendurch

In Ehrenfeld lohnt sich ein Abstecher nach Zeit für Brot auf der Venloer Straße. Besonders empfehlenswert: Die Zimtschnecken. Ein unvergleichlicher, klebriger Genuss. So muss der Himmel schmecken! Aber auch die Schnecke mit Apfel kann überzeugen.

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Was braucht die Welt? Zimtschnecken von Zeit für Brot.

Eiskalte Erfrischung bei Eisfeld

Wenn die Zimtschnecke bei Zeit für Brot der Himmel war, dann ist das Eis bei Eisfeld eine Offenbarung oder das Nirvana. Ich hatte das Tonkabohnen Eis und das allerbeste (!) Salzkaramell-Eis in meiner Karriere als Salzkaramell-Esserin. Gelegen am Ehrenfelder Bahnhof.Unbedingt hin!

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Naturbelassenes und hochwertig Eis gibt’s bei Eisfeld.

Burgerwahn bei Beef Brothers

Wenn die Pause mal herzhafter ausfallen soll, dann lege ich dir die Beef Brothers auf der Aachener Straße ans Herz. Schmackhafte und saftige Burger warten nur darauf verspeist zu werden. Ich als Burger-Fan kann euch sagen, der Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Die Pommes werden mit hausgemachten Soßen serviert. Lecker!

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Wenn dich die fleischeslust packt, dann ab zu den Beef Brothers.

Pause Über Nacht

Manchmal muss eine Pause auch mal länger dauern. Füße hochlegen, durchatmen und easy going. Um die Ecke gelegen findest du das Lindner Hotel City Plaza. Der ideale Ort um mal die Seel baumeln zu lassen.

Im trendigen Friesenviertel ist immer was los, doch das Lindner ist ein Ruhepol. Die Zimmer sind stylish und der perkte Mix aus Dunkel und Hell. Hier kannst du die Augen von der ganzen kunterbunten Streetart entspannen und einfach mal relaxen.

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Gemütlich, kuschelig und entspannend für die Augen. Die Zimmer im Lindner City Plaza.

Das Lindner Hotel City Plaza bietet zudem einen Zugang zur eigenen First Class Lounge. Den kannst du für 35€ hinzubuchen. Was du dafür bekommst? Rund um die Uhr Softdrinks, Heißgetränke eine Candybar, sowie Frühstück und Abendessen in Snackform.

Am Abend machst du es dir dann bei einem Kölsch auf der Terasse gemütlich. Das alles 24 Stunden lang und mit Chill-Faktor. Wenn du dann noch nicht entspannt genug bist, dann lass es dir in der Sauna gut gehen oder strample deine überschüssige Energie im Fitnessbereich ab.

Plus: Die Dachterasse in der First Class Lounge auch einen (wenn auch kleinen) Blick auf den Dom.

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Die First Class Lounge hat ihren ganz eigenen Charakter. Elegant und stilvoll.

Zum Start in den Tag lädt das amerikanische Frühstück mit Pancakes, Waffeln, Lachs, Obst, Muffins und vielem mehr deine Reserven für die Erkundung der City wieder auf. Zum Dom brauchst du von hier aus ca. 20 Minuten zu Fuß. Mach dich auf jeden Fall auf den Weg über die Hohenzollernbrücke nach Deutz. Der beste Blick, den man auf den Kölner Dom haben kann!

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Vitaminboost am Morgen. Damit kann der Tag nur gut werden.

Übrigens: Mach dich rund um das Lindner Hotel auf die Suche nach dem Mosaik vom legendären Streetart Künstler Space Invader. Der macht Streetart in Form von Mosaiken, die Pixel darstellen. Auf der ganzen Welt. Also Augen auf!

Lass dich treiben im Belgischen Viertel. Geh auf Entdeckungstour und veranstalte deine eigene Schnitzeljagt nach den Kunstwerken der Streetartists, die sich immer wieder finden. Genau das habe ich auch gemacht und es hat unheimlich viel Spaß gemacht. Köln ist einen Besuch wert und das belgische Viertel sollte definitiv auf deiner Liste stehen.

Hast du noch Anregungen?

Warst du schon im Belgischen Viertel? Hast du einen Tipp für coole Streetart? Lass es mich in den Kommentaren wissen.

 

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Jessica

Jessica

Hi, schön, dass du hier bist! Ich bin Jessica und habe mein Herz an fremde Kulturen verloren. Mit der Kamera in der Hand erkunde ich die Welt. Ich bin kunstinteressiert, immer unterwegs, süchtig nach Erdnussbutter, guten Burgern, Streetart und Disney-Filmen. Mein Herz habe ich schon lange an meine Heimat - den Ruhrpott, verloren. Begleite mich auf meiner Reise!

2 Kommentare

  • Hallo Jessica,

    ich bin über den Twitterretweet hier gelandet. Vielen Dank für die ersten Eindrücke, denn Köln steht für dieses Jahr unbedingt auch auf meinem kleinen Reiseplan. Ich wohne ja eigentlich nur 60 km von Köln entfernt, aber aus unerfindlichen Gründen war ich bisher häufiger in Berlin oder Hamburg, als in der einwohnerstärksten Stadt NRW’s. So langsam füllt sich mein Anguckwunschplan (neben touristischen Dingen) schon locker auf 2 Tage. Mal sehen was ich noch so erfahre, denn erstmal muß es wieder ein bisschen wärmer werden ;-).

    Gruß
    Michael

    • Hallo Michael,
      das freut mich sehr! Köln ist auf jeden Fall mindestens 2 Tage, wenn nicht gar mehr wert. Wenn du noch Tipps brauchst, dann lass es mich wissen.
      Liebe Grüße
      Jessica

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