Imperfekte Reiseblogger: Für mehr authentische Fotos mit Ecken und Kanten

Ja ich gebe es zu, auch ich wähle meine Fotos mit Bedacht aus. Hier mal schnell ein Filter draufgelegt, ach nee passt doch nicht so recht. Dann muss eben ein anderes Foto her. Aber irgendwie gefalle ich mir doch nicht. Ach was soll’s, dann gibt es heute eben kein Foto von mir.

Kommt dir das bekannt vor? Ich denke, ich bin nicht alleine. Immer wenn ich durch meinen Instagram Feed scrolle, sehe ich sie – die perfekten Bilder von strahlenden und schönen Menschen. Ich selber sitzte hier in einem heruntergekommenen (das nennt man wohl Used-Look) Café und bin im Moment aber gar nicht so instagrammable.

Wie toll doch jetzt ein perfekt gestyltes Foto von mir wäre, wie ich mit meinem Smoothie an meinem Laptop arbeite und ein unbeschwertes und vor allem zufriedenes Gesicht mache.

Dann kommt mir die Idee: Wie wäre es mit einem so tollen Foto von hinten? Kurz ausprobiert und dann gemerkt, dass die Haare vor Luftfeuchtigkeit stehen und der letzte Friseurbesuch auch schon zu lange her ist. Pustekuchen also. Oder willst du meinen fettigen Ansatz sehen? So viele Filter gibt es gar nicht um das wieder gradezubiegen.

Wieso sind wir nicht einmal authentisch und echt?

Ich habe mich dazu entschlossen dir mein wahres, verschwitztes, erschöpftes und auch ehrliches Gesicht zu zeigen. In manchen Situationen können Fotos einfach nicht das wiedergeben, was um einen herum passiert.

Zu groß ist aber der Reiz sich immer in das beste Licht zu rücken. Wieso auch nicht? Immerhin leben wir ja von unserer perfekten Social Media Geschichten, die andere vor Neid nur so erblassen lassen.

Es ist eben nicht immer alles Zuckerschlecken. Manchmal sagen die imperfekten Fotos halt auch mehr als tausend Worte. Ich versuche mich natürlich immer wieder an Food Fotos und finde es so verführerisch und toll, wie andere in ihr Essen beißen. Da bekomme ich sofort Hunger. Leider ebbt dieses Hochgefühl bei mir direkt ab, wenn ich mich selber an den Posen versuche. Und naja, bei mir sieht es dann halt so aus, als würden die Nudeln ihren Weg grade wieder raus, statt rein finden.

Aber ganz ehrlich: DAS IST MIR EGAL. Der Moment war super, ich habe mich wohlgefühlt und die besten Erinnerungen an den Schnappschuss. Hier musste ich mich nicht verstellen, ob ich nun kein Make-Up trage oder fettige Haare habe, hat hier in der realen Welt niemanden interessiert.

Und wo wir schon beim Essen sind: Auch im Cupcake essen bin ich eine Niete. Verführerisch und vor allem appetitlich ist natürlich anders. Aber so ein Cupcake ist einfach zu lecker um darüber nachzudenken, wie ich grade aussehe. Das war wohl meine leichteste Challenge. Dieses Foto mal so richtig zu verschandeln.

Einladung zur Foto Parade

Ich bin für mehr Mensch sein, seine Ecke und Kanten zeigen und einfach mal blöd auszusehen. Wenn du auch bereit bist dein wahres Ich zu zeigen, dann lade ich dich hiermit ein bei meiner Foto Parade teilzunehmen. Denn hier ist alles erlaubt, nur keine Posen und keine Instagram-Girly-Bilder von hinten.

Was du dafür tun must?

Naja, sei doch einfach mal du selbst und zeige dein authentischstes und ehrlichstes Bild. Traust du dich?

  • Kram doch einfach mal in deiner Bilddatenbank und finde dich selbst wieder. Du musst dich gar nicht entscheiden, erlaubt ist, was dir Spaß macht. Und erzähle uns etwas zu dem oder den Fotos.
  • Verlinke meine Seite in deinem Beitrag und hinterlasse hier einen Kommentar mit deinem Link.
  • Bis zum 15.12.2017 kannst du auf deinem Blog darüber philosophieren, welches dein authentischstes und imperfektestes, oder peinlichstes Foto ist.
  • Darf ich dein Foto hier veröffentlichen und verlinken? Dann schick mir doch eine Mail in dem du mir das einmalige Nutzungsrecht für diesen Beitrag einräumst. (Keine Angst, ich mache keine komischen Sachen mit dem Bild.)

Diese Reiseblogger sind auch schon herrlich imperfekt:

Ach, und ich finde in der Zeit mich Sicherheit auch noch eine paar herrlich authentische Fotos von mir.

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Jessica

Jessica

Hi, schön, dass du hier bist! Ich bin Jessica und habe mein Herz an fremde Kulturen verloren. Mit der Kamera in der Hand erkunde ich die Welt. Ich bin kunstinteressiert, immer unterwegs, süchtig nach Erdnussbutter, guten Burgern, Streetart und Disney-Filmen. Mein Herz habe ich schon lange an meine Heimat - den Ruhrpott, verloren. Begleite mich auf meiner Reise!

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