Reiseblogger Interview: Kulinarische Genüsse von Österreich bis Italien

Dolce Vita, gute Küche und Entdeckungen auf lokalen Märkten definieren Martinas Sinn für Genuss. Schon früh ist sie den Reisen und den dazugehörigen kulinarischen Köstlichkeiten verfallen, denn das Essen gehört für sie genauso zum Genuss wie ein schöner Spaziergang oder Sonnenuntergang.

Martina nimmt dich in diesem Interview mit auf ihre kulinarischen Reisen und Entdeckung und verrät auch die ein oder anderen Tipps.

Kulinarisches Interview – Martina von Places and Pleasure

Erzähle ein wenig über deinen Blog und deine Schwerpunkte!

Ich bin Martina und mein Motto auf Reisen heißt: „Aktiv. Erleben. Genießen.“ Bisher war ich –
abgesehen von ein paar wenigen Fernreisen – vor allem in Südeuropa, im Alpenraum oder in
Deutschland unterwegs. Dabei ist es mir wichtig, eine Stadt oder Region intensiv zu erkunden.

Fast immer suche ich mir dafür einen festen Standort, von dem aus ich die
bekannten Sehenswürdigkeiten besuche. Zusätzlich bewege ich mich dann aber abseits der
„ausgetretenen Pfade“. Und auch Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung gehören für
mich unbedingt dazu. Über meine Erlebnisse vor Ort und in der jeweiligen Region berichte ich
regelmäßig auf meinem Blog „Places and Pleasure“.

Ein absolutes Muss auf Reisen – und daneben Schwerpunkt im Blog – ist für mich die Suche
nach kulinarischen Highlights. Besonders gerne teste ich die regionalen Spezialitäten. Fast
immer entdecke ich dabei Leckereien, die als Souvenirs mit nach Hause müssen – und dort
natürlich nicht lange vorhalten. Zum Glück gibt es aber ja oft die Möglichkeit, die feinen
Sachen vor Ort nachzubestellen und nach Deutschland liefern zu lassen.

Als dritter Schwerpunkt gehören für mich und meinen Blog noch die Aktiv-Erlebnisse gehören
unbedingt dazu. Zu den Aktivitäten, über die ich berichte, zählt vor allem das Wandern. Neu
hinzugekommen sind in diesem Jahr aber auch Artikel von Radtouren und Wassersport-
Erlebnissen. Mit einer Freundin war ich nämlich zum ersten Mal beim Standup Paddeln und
bei einer Bloggerreise gehörte ein Ausflug mit dem Kanu zum Programm. Beides hat mir
großen Spaß gemacht.

Welches kulinarische Erlebnis hat dich am meisten geprägt?

Geprägt ist wahrscheinlich zu viel gesagt – aber ich bin sehr gerne auf Märkten unterwegs
oder stöbere in kleinen Läden mit regionalen Produkten. Diese Begeisterung teile ich mit
meinem Partner, der mich so oft wie möglich auf Reisen begleitet. Wenn wir in München
oder Südtirol sind, zieht es uns immer auf den Viktualienmarkt oder zu den Ständen in den
Meraner Lauben. Sehr gut gefallen haben mir aber auch die Märkte in Victoria, auf Mahé der
größten Insel der Seychellen, oder in Costa Ricas Hauptstadt San José. Derart viele exotische
Früchte, Gewürze und anderes an einem Ort zu sehen ist einfach toll.

Genauso begeistert bin ich aber auch von kleinen Läden, wie sie oft in Südeuropa zu finden
sind. Wenn zum Beispiel die Schinken von der Decke hängen und es gleich beim Betreten des
Geschäfts wunderbar duftet, finde ich das einfach herrlich. Was ich außerdem sehr schätze:
In Südtirol bieten viele Bauern ihre Produkte direkt am Wegrand an. Daneben steht dann eine
Kasse des Vertrauens und die Wanderer können sich eindecken.

An ein Erlebnis aus Apulien – allerdings in einer kleinen Bäckerei – erinnere ich mich in
diesem Zusammenhang auch sehr gerne. In einer TV-Reportage vor unserer Reise waren wir
darauf aufmerksam geworden. Vor Ort wollten wir nun die vorgestellten Spezialitäten kaufen.
Mit Unterstützung der Einheimischen haben wir das kleine Geschäft tatsächlich nach längerer
Suche gefunden.

Der Bäcker ließ uns dann einiges verkosten und wir hätten am liebsten das
gesamte Sortiment gekauft. Kleiner Fun Fact am Rande – und dazu Aufhänger für ein längeres​
[{{type}} Annotation] Gespräch: Er hat einige Jahre in meiner rheinischen Heimat im Nachbarort gelebt, bevor es ihn wieder zurück in den Süden zog.

Von welchem Gericht (oder Zutat) kannst du nicht die Finger lassen?

Das hängt ein wenig davon ab, wo ich unterwegs bin. Aber was mir direkt in den Sinn kommt
ist der Kaiserschmarrn. Wann immer ich im Alpenraum bin, gehört diese Leckerei für mich
unbedingt dazu. Ob bei der Rast während einer Wanderung, beim Einkehrschwung im
Skiurlaub oder einfach mal zwischendurch: Kaiserschmarrn geht immer.

Probiert habe ich ihn inzwischen auf vielen Hütten. Und dabei haben sich natürlich auch ein paar Favoriten herauskristallisiert. Welche das zum Beispiel im Meraner Land sind, habe ich schon mal
zusammen mit ein paar Wandertipps bei mir auf dem Blog vorgestellt zusammen mit ein paar Wandertipps bei mir auf dem Blog vorgestellt.

Gute Adressen für Kaiserschmarrn kenne ich aber auch in Österreich. Im Skiurlaub esse ihn
daher seit ein paar Jahren tatsächlich mindestens zweimal: einmal beim Après-Ski auf der
Hütte und dann noch in unserer Unterkunft. Obwohl das Hotel Tirol in Ladis ein Garni ist, gibt
es dort einmal pro Woche abends kleine Snacks. Absolutes Highlight dabei: Der mit Rum
getränkte und flambierte Kaiserschmarrn von Gastgeberin Silke.

Was hast du auch zu Hause von deinen kulinarischen Reisen mitgebracht?

Leckere Souvenirs bringe ich von fast jeder Reise mit. Aus dem südlichen Italien sind das
meistens Pastasaucen, Gebäck, Olivenöl oder Wein. Gut verpackt habe ich – oder besser
haben wir – tatsächlich selbst Flüssiges schon unbeschadet mit dem Flieger nach Hause
transportiert. Von Reisen nach Südtirol kommen immer ein guter Speck und vor allem Käse
direkt von der Molkerei mit nach Deutschland.

In Sachen Zubereitung habe ich bei mitgebrachten Rezepten und auch bei kulinarischen
Souvenirs schon unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Als Herausforderungen erwiesen sich
dabei so manches Mal die Zutaten. Vor vielen Jahren war ich zum Beispiel auf
Auslandsaufenthalt in Kanada.

Zurück in Deutschland wollte ich die extra von meiner Gastgeberin notierten Lieblingsrezepte nachkochen. Gescheitert bin ich dann entweder beim Einkauf der benötigten Lebensmittel oder bei der Umrechnung der Maßeinheiten. Aus ähnlichem Grund gestaltete sich die Verarbeitung von Gewürzen schwierig, die der Mann von einer beruflichen Reise nach La Réunion – sogar inklusive Rezeptbuch – mitgebracht hatte.

Was ist dein absolutes Lieblingsgericht und warum?

Ich mag eigentlich ziemlich viele Gerichte und probiere auch sehr gerne Neues. Mein
absolutes Lieblingsgericht ist aber Pasta in allen möglichen Formen und Zubereitungsarten.
Einer der Gründe: Nudeln sind so wunderbar vielseitig.

Ich finde, daraus lassen sich einfach schnell leckere Gerichte zaubern. Anders als in Italien, wo sie normalerweise als Primo Piatto nur ein kleinerer Teil des Menüs sind, mag ich Pasta aber gerne auch als Hauptgericht. Wenn ich Nudeln zuhause zubereite habe ich dabei auch keine Präferenz in Sachen Sauce.
Sowohl auf Tomatenbasis oder eher cremig schmecken mir gut.

Bei unserem Lieblingsitaliener hier in Berlin wechsle ich zwar gerne unter den verschiedenen Pasta-
Gerichten. Klare Favoriten sind aber die Spaghetti Romana – Spaghetti mit Hühnchen,
Champignons und Gorgonzolasauce – und Tagliatelle con Pollo. Lecker!

Welche Ernährungstrends findest du besonders spannend? (Oder setzt diese schon um?)​

Ernährung ist inzwischen ja für viele fast zur Wissenschaft geworden. Gefühlt geht immer
wieder ein neuer Trend um. Tatsächlich bin ich da vor einer Weile auch noch gerne
regelmäßig aufgesprungen. Als wir noch an Laufwettbewerben teilgenommen haben,
konnten es kaum genug Kohlehydrate sein. Darauf folgte dann das krasse Gegenteil mit No-
oder besser Low-Carb. Abgelöst wurde diese Phase noch von dem ein oder anderen Trend,
bis ich es ehrlich ein wenig leid wurde.

Inzwischen heißt Ernährung für mich vor allem: Kochen und essen, was mir und uns
schmeckt. Ideal ist, wenn die Zubereitung dazu noch schnell und unkompliziert geht. Gerade
während der Woche ist mir das wichtig, da dann nicht so viel Zeit bleibt und wir abends
unsere Hauptmahlzeit essen. Gesund soll das Ganze natürlich trotzdem sein. Deshalb gibt es
bei mir regelmäßig Fisch und Gemüse. Vor allem letzteres esse ich sehr gerne und nutze es
als Vitaminquelle. Obst mag ich nämlich überhaupt nicht.

Blick über den Tellerrand: Was ist dein nächstes großes Projekt?

Places and Pleasure soll 2020 einen deutlich größeren Anteil in meinem beruflichen Portfolio
bekommen. Außerdem plane ich, den Blog um einen Podcast zu ergänzen. Zwei erste
Audiobeiträge sind schon entstanden – beide auf Ausflügen in den Spreewald, als ich
gemeinsam mit meiner Freundin dort war.

Da sie beruflich im Bereich Audio und Podcast zuhause ist, bot es sich natürlich an, das Ganze auch für mich einmal zu testen. Hörbar ist ein Ergebnis tatsächlich schon – und zwar in meinem Beitrag über das Standup Paddling. Ein zweites großes Projekt, das ich mir vorgenommen habe, sind Onlinekurse. Schon lange unterstütze ich meine Kunden bei ihren Social-Media-Auftritten und als Texterin. Hinzu
kommen Präsenzseminare und eine Tätigkeit als Tutorin in einem PR-Fernstudiengang.

Gerne will ich künftig meine Erfahrung einem größeren Kundenkreis und vor allem ortsunabhängig
zugänglich machen. Ich bin schon sehr gespannt, wie ich dieses Vorhaben in die Tat umsetzen
kann.

Über Martina und ihren Blog Places and Pleasure:

Martina von Places and Pleasure reist schon seit ihrer Kindheit um Die Welt und vereint auf Ihrem Reiseblog ihre Erfahrungen und auch kulinarischen Entdeckungen. Sie ist immer auf der Suche nach guten Restaurants und Cafés, einladenden Hütten, Biergärten oder Weingütern.

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