Los Angeles Reisetipps – oder auch: Warum L.A. einfach liebenswert ist!

Los Angeles – Obdachlosigkeit, Muskelprotze, Filmfabrik und Sonne bis zum abwinken. Los Angeles mag viele Gesichter haben, die verrufen sind und belächelt werden. Aber kann es wirklich sein, dass eine Stadt die so kleingehalten wird, wirklich nichts zu bieten hat. Sehenswürdigkeiten? Eigentlich Fehlanzeige. Abends auf die Straße gehen? Irgendwie gefährlich. Die Strände? Voller Poser und Beachgirls.

Manches muss man hinterfragen und so eben auch die Tatsache, dass es kaum positive Reisetipps für Los Angeles gibt.

Popcorntüte bereithalten, denn hier kommen liebenswerte Los Angeles Reisetipps von anderen Reisebloggern!

Los Angeles Reisetipps – oder auch: Warum L.A. einfach liebenswert ist!

Oh, diese Hollywood Momente! | Jessica von Yummy Travel

Los Angeles Kalifornien walk of fame

Klebe ich vielleicht jedes Jahr im Februar an meinem Fernseher, schlage mir die Nacht um die Ohren und fiebere gespannt mit? Kann nicht nur sein, sondern ist Tradition. Wenn die Oscarverleihung ruft, dann gehorche ich und sitze vor dem Fernseher.

Natürlich ist Los Angeles, vielmehr der Walk of Fame und das Dolby Theatre der Schauplatz all meiner Sehnsüchte. Tolle Kleider, inspirierende Filme… Hach! Eine Welt von der ich so gerne ein Teil wäre, aber irgendwie doch nicht bin. Während der Planung meines Roadtrips durch Kalifornien, ist es im im voraus gar nicht im entferntesten eingefallen, diese Schauplätze mit einzubauen.

Eigentlich ist L.A. ein Moloch, dreckig, hässlich, du stehst stundenlang im Stau und es gibt eigentlich nicht zu sehen. Das sind die Stimmen, die ich im Kopf habe, gepflanzt von L.A.-Kritikern. Kaum einer mag L.A. und kaum einer hat mir geraten hinzufahren. Also war diese Idee non existent in der Reiseplanung.

Und weißt du was? Ich bin letztendlich doch dort gelandet. Habe meinen geliebten Walk of Fame um 7 Uhr morgens ohne Touristen erkundet (die BESTE Entscheidung). Bin im Dolby Theatre gewesen und durch die Straßen Hollywoods gelaufen. Habe mich im legendären Roosevelt Hotel in Ledersofas gefläzt. Klar, touristisch gesehen ist hier einiges los und ich selbst bin auch nicht davon begeistert an jeder vierten Straßenecke von (schlecht) verkleideten Superhelden und den zahlreichen Marilyn Monroes dieser Welt angequatscht zu werden.

Der Spirit ist aber da und ich konnte endlich meine Hollywood Fantasien schweifen lassen. Eine Fahrt durch die die Hollywood Hills tat ihr übriges. Ob ich jemals so eine luxuriöse Villa von innen sehe?

Mehr Reisetipps für die USA und kulinarische Entdeckungen findest du hier auf meinem Reiseblog Yummy Travel.

Das schöne Hässliche | Florian von flocblog

Los Angeles Kalifornien

Die vielen Touristen auf dem Hollywood-Boulevard tun mir Leid. Sie wollen Los Angeles verstehen, aber ihr Ansatz passt nicht zur Stadt. Los Angeles ist kein Ort wie Rom um Bucket Lists abzuhaken. L.A. will niemandem gefallen und bietet Tagestouristen nur wenig.

Wenn du Charles Bukowski gelesen hast, weißt du warum. L.A. ist wie zur Zeit des großen Alkohol-Poeten ziemlich abgefuckt. Aber genau dieser misslungene Balance-Akt zwischen Beverly Hills und Massenobdachlosigkeit auf der Skid Row gibt ein Gefühl von Freiheit. Das immer gute Wetter in Südkalifornien hilft außerdem.

Angelenos sind unkonventionell und anders. Wer aus San Francisco kommt, muss sich erst umgewöhnen – Ostküstler noch viel mehr. Du triffst Slacker an den Stränden und auf den unzähligen Wanderwegen in den San Gabriel Mountains. Du spürst den besonderen Vibe in den ethnischen Enklaven und den multikulturellen Eateries.

Es gibt sogar einige Sehenswürdigkeiten, die sich lohnen, z.B. Getty Center, Runyon Canyon Park oder die Kanäle hinter dem Venice Beach. Aber in einem Punkt ähnelt L.A. der anderen „Stadt der Engel“ Bangkok: Los Angeles ist eine Stadt zum Verweilen und nicht für Kurzbesuche. Weiterlesen? Die 20 schönsten Orte aus 6 Jahren Weltreise

Mehr gibt es auf flocblog, dem Reiseblog von Florian für Weltreisende und Backpacker.

Das alternative L.A. | Tanja von Takly on Tour

Los Angeles Kalifornien

Wer sich über die Metropole Los Angeles informiert, hört & liest stets geteilte Meinungen. Auch ich war bei meinem ersten Besuch noch nicht komplett überzeugt von der Stadt. In diesem Jahr hat mich L.A. schon wesentlich mehr gepackt.

Die Stadt ist bunt, laut und unglaublich liebenswert. Man geht über zwei Kreuzungen oder um drei Ecken und die Gegend sieht wieder komplett anders aus. Die unterschiedlichen Facetten machen die Stadt liebenswert und unterhaltsam. Es gibt im gesamten Stadtgebiet zahlreiche Graffitis und Straßenkunstwerke sowie nette Plätze zum Verweilen. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man fast überall hin und ein Day Pass ist erstaunlich günstig.

Unbedingt empfehlen können wir ein Besuch beim Griffith-Observatorium. Der Ausblick auf die Stadt ist gigantisch. Der Hollywood Walk of Fame dagegen hat uns so gar nicht beeindruckt. Oftmals haben wir vorab gehört, dass wir den auslassen sollen – aber wie das so ist, wenn man einmal in L.A. ist … Aber auch wir sagen, könnt ihr getrost auslassen und ihr verpasst nichts. Da gibt es wesentlich spannendere Ecken zum Erkunden, wie der Bahnhof am Union Square, das Viertel „El Pueblo“, die City Hall inklusive Auffahrt nicht verpassen, King Arthur Park & der Pershing Square. L.A. hat unglaublich viel zu bieten.

Mehr gibt es auf Takly on Tour, dem Reiseblog von Tanja für Reiseverrückte und Campingfreunde.

Zweifel und Erkenntnis | Mandy von Travelroads

Los Angeles Kalifornien

Würde ich L.A. mögen? Auf meinem Solo-Roadtrip durch den Südwesten wollte ich mir einen eigenen Eindruck verschaffen von der Stadt, welche die einen lieben, andere hassen. Mir grauste im Vorfeld vor allem vor dem berüchtigten Verkehr in der Mega-Metropole.

Insgesamt 2,5 Tage verbrachte ich schlussendlich in Los Angeles. Als ich am ersten Abend – und nach dem ich mich durch den Verkehr lawiert hatte – am Griffith Observatory stand und beobachtete wie die Skyline der Stadt langsam in der Abenddämmerung zu funkeln begann, wusste ich: Die City of Stars hat mich.

In den nächsten Tagen erkundete ich mit dem Hop-on Hop off Bus entspannt die Stadt. Mit Insidertipps von meinen Airbnb-Hosts ausgestattet, begab ich mich auf die Spuren von Hollywood am berühmten Hollywood Boulevard, spazierte am Strand von Venice Beach, entlang der Venice Canals und besuchte den beliebten Santa Monica Pier. Für sehr viel mehr reichte die Zeit leider nicht, aber mir gefiel die entspannte, lässige Atmosphäre L.A.’s. Da es noch so viel zu entdecken gibt, war für mich bei meinem Abflug klar: L.A. ich komme wieder!

Mehr gibt es auf Travelroads, dem Reiseblog speziell für Reisen in die USA und weltweit.

Perfekt für ein langes Wochenende | Claudia von Weltreize

Los Angeles Kalifornien

In Los Angeles haben wir auf unserer Weltreise für ein langes Wochenende als Stopover zwischen Kuba und Hawaii Halt gemacht und das Wochenende gleich mit einem Anfängerfehler begonnen: ohne Auto. Allein der Versuch, vom Flughafen nach Marina del Rey, wo wir wohnen, zu kommen, entpuppt sich als geradezu idiotisch zeitintensiv. Im Reiseführer lesen wir später: L.A. ohne Auto ist wie New York ohne Schuhe, möglich, aber schmerzhaft. Am nächsten Tag fahren wir erneut zum Flughafen und holen den sehr günstigen Mietwagen ab.

Fortan zeigt sich das großflächige L.A. einladend vielversprechend, und ich sehe mir mit leuchtenden Augen all die namhaften Orte aus den Filmen an: Radtour vorbei am Santa Monica Pier bis nach Malibu, wo Baywatch mit David Hasselhoff gedreht wurde, den Bodybuildern beim Training am Muscle Beach zusehen, Sonnenuntergang am Skaterpark von Venice Beach, nach Beverly Hills und an die damals so beliebte Serie 90210 denken, Schaufensterbummel auf dem Rodeo Drive und Wilshire Boulevard – Julia Roberts in ihrer Rolle als Pretty Woman vor Augen –, eine Spritztour auf dem berühmten Mulholland Drive, den fantastischen Blick auf den uns zu Füßen liegenden Moloch genießen, die in den Boden eingelassenen gold-umrandeten Sterne auf dem Walk auf Fame bewundern und viel zu viele fotografieren.

Ich fühle mich wie Alice im Wunderland. Den krönenden Abschluss bildet eine Wanderung: am späten Nachmittag gehen wir auf den Hollyridge Trail (ca. 5 km), an dessen Ende wir mit einem unglaublich schönen Sonnenuntergang hinter dem berühmten Hollywood-Zeichen belohnt werden. Klar, L.A. ist voll und groß und laut und teuer, aber das alles habe ich erwartet. Wenn man sich dessen bewusst ist, macht es einfach Spaß, die Metropole zu erkunden und die Orte im Kopf mit den tatsächlichen Orten abzugleichen.

Mehr gibt es auf Weltreize, dem Reiseblog von Claudia und Dominik, der dich auf interessante Pfade schickt.

Los Angeles und Teenager Gefühle | Sandra von Tracks and the City

Los Angeles Kalifornien

Ich stehe in Malibu am Strand und sehe zum ersten Mal in meinem Leben den Pazifik. Es hat an die 38 Grad im Schatten, aber ich habe Gänsehaut. Und plötzlich kann ich, ein 19-jähriges Dorfmädchen aus dem Süden Deutschlands, meine Tränen nicht mehr zurückhalten. Ich heule, was das Zeug hält. Und zwar vor Glück. Seitdem ich denken kann, war Kalifornien das gelobte Land für mich. Geprägt von US-Fernsehserien wie Beverly Hills 90210 oder Full House wollte ich schon immer nach „California“ und nun ist der Tag gekommen, an dem dieser Traum warm geworden ist.

Malibu ist der Auftakt für eine Rundreise durch Kalifornien und Colorado, aber erst einmal habe ich ausreichend Zeit, Los Angeles kennen zu lernen. Die Stadt übt eine goldene Anziehungskraft auf mich aus, auch wenn ich eigentlich mittlerweile ein „East Coast Girl“ geworden bin – dank meiner vorherigen 12 Monate als Au Pair in Connecticut an der amerikanischen Ostküste. Beverly Hills und der Rodeo Drive interessieren mich nur am Rande, mir hat es das Beachlife in L.A. angetan.

Am Venice Beach fährt tatsächlich dieser Typ auf Rollschuhen mit seiner E-Gitarre an mir vorbei, den man in jeder L.A. Doku sieht. Ein paar Minuten später sehe ich die Schauspielerin Neve Campbell beim Gassigehen mit ihren zwei Hunden. Die Pumper am Muscle Beach sehen genau so aus wie im Fernsehen und überhaupt ist hier irgendwie alles einfach „Hollywood.“ Fehlt eigentlich nur noch Dylan McKay, der mit mir durchbrennt (die Älteren unter uns wissen, wovon ich spreche).

Das ist jetzt 20 Jahre her und seitdem war ich nie mehr in Los Angeles. Ich habe mir gerade mal die alten Fotos angeschaut und sofort kommt dieses Gefühl von Meer, blauem Himmel, dem sehr lässigen Californian Way of Life und einer unendlich scheinenden Jugend und Freiheit von mir auf. L.A. wird oft als oberflächlich, zu verkehrslastig, kulturell uninteressant verteufelt – totaler Quatsch. Mein L.A. war tiefgründig, entspannt, lehrreich und inspirierend.

Mehr gibt es auf Tracks and the City, dem Reiseblog von Sandra über Laufreisen und Kulinarisches.

Andere Perspektiven | Elly von Elly unterwegs

Los Angeles Kalifornien

Ja, es stimmt, dass man viele Obdachlose sieht, vor allem am Walk Of Fame.
Aber dennoch hat uns Los Angeles gefallen. Meine beiden Lieblingsplatze: Das Griffith Observatory. Von dort hat man einen fantastischen Ausblick auf ganz Los Angeles. Kurz nachdem die untergehende Sonne L.A. in ein wundervolles Licht getaucht hat, gehen dann die Lichter der Millionenstadt an und dieser Anblick ist wundervoll Los Angeles hat traumhafte Ecken. Für uns war es nicht Hollywood, was uns in L.A. begeistert hat, sondern zum einen die Aussicht vom Griffith Observatory und zum anderen der Strand von Santa Monica bis Venice Beach!

Mehr gibt es auf Elly unterwegs, dem Reiseblog von Elly für reisen mit Kindern.

Haben dich diese etwas anderen Los Angeles Reisetipps überzeugt? Wie ist deine Erfahrung mit La-La Land? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

4 Comments

  • Hi Jessica,

    ich bin über Pinterest auf deinen Blog gestoßen und finde die Kombination von Food & Travel ein spannendes Thema!
    LA wird immer als unschön verspottet, was ich als (bloggende) Stewardess so gar nicht bestätigen kann. Selbst auf dem Strip kommt man gut zurecht, wenn man nicht gerade wie der „typische Touri“ aussieht 😉
    Toller Bericht!
    LG Delia

    • Hallo Delia,

      das freut mich sehr! Ich bin auch ein großer Fan von LA und denke, dass die Stadt oft unerschätzt wird.

      Viele Grüße
      Jessica

  • Liebe Jessica,

    mir geht total der Herz auf, wenn ich diesen Artikel lese. So viele schöne verschiedene Sichtweisen. Klar, L.A. kann definitiv nerven aber eben nicht nur, deshalb bin ich froh, dass meine kleine Geschichte auch Eingang in deinen Blogpost gefunden hat!
    Ich finde es großartig, dass du frühmorgens auf den Boulevard bist, das ist genau mein Fall…mache ich in Berlin z.B. mit dem Brandenburger Tor ganz genau so :). Tja und irgendwie hast du das California Dreaming jetzt wieder ganz neu in mir entfacht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.