24 Stunden in Washington D.C.: Tipps für einen Kurztrip in die Hauptstadt

Lesezeit: 6 Minuten

Die Hauptstadt der Vereinigten Staaten sollte irgendwann mal auf jeder Liste eines Amerika-Fans stehen,! Nun habe auch ich es geschafft, wenn auch etwas zeitlich eingeschränkt, denn ich hatte nur 24 Stunden in Washington D.C.

Washington, D.C. ist quasi eine Großstadt mit einem gewissen Etwas an Kleinstadtcharme. Gelegen am Potomac River bietet Washington D.C die perfekte Mischung aus Kultur, Geschichte und individuellen Gegenden.

Neben vielen faszinierenden Museen an der bekannten National Mall, in denen du übrigens Wochen verbringen kannst, lohnt es sich einfach mal durch die Stadt zu streifen und die Ursprünge der amerikanischen Geschichte und natürlich das „Zentrum der Macht“ zu erkunden.

Spaziergang rund um das Capitol

Capitol Washington
Das Wahrzeichen der Stadt – das Capitol.

Ich muss gestehen, als ich genau an diesem Platz stand, war ich schon ein wenig überwältigt. Ich kenne das Capitol aus unzähligen TV-Serien, Nachrichtenschaltungen und aus allen anderen Medien. Das Capitol lädt dazu ein zu staunen und den Platz, an dem wichtige Entscheidungen getroffen werden und der Kongress sitzt näher kennenzulernen.

Dazu gehört ein Spaziergang auf dem Gelände rund um das Capitol, von dem man einen herrlichen Blick auf die National Mall hat. Hinter dem Capitol befindet sich der Stadtteil Capitol Hill, der dich garantiert vergessen lässt, dass du dich in einer Stadt mit knapp 600.000 Einwohner befindest.

Capitol Hill Washington
Blick vom Capitol Hill auf die National Mall.
capitol washington
Ein Spaziergang rund um das Capitol

Hier im Stadtteil Capitol Hill kommt gerne an verschiedenen Ecken auch ein wenig Filmkulissen-Flair auf. Die Bauten hier stammen teilweise noch aus dem 19. Jahrhundert. Dreh und Angelpunkt ist die Pennsylvania Avenue, hier findest du viele verschiedene Geschäfte und kleine Restaurants, in denen du unbedingt eine kleine Rast einlegen solltest.

capitol hill washington
Der Stadtteil Capitol Hill ist malerisch und lässt vergessen, dass man in Washington D.C. ist.

Kulinarische Highlights in Washington D.C.

The Wharf

seafood krabben markt
Der Seafood Market bei The Wharf ist ein Geheimtipp für Kenner und Liebhaber.
muscheln markt verkauf
Frische Muscheln gibt es hier auch.
seafood market, washington
Auch bei schlechtem Wetter gut besucht.

Die Gegend rund um den Potomac River und auch das neue Szene-Viertel The Wharf ist ein Hotspot für alle foodverliebte Reisende und ein ein Besuch in deinen 24 Stunden in Washington D.C. ist quasi ein Muss. Am ältesten Seafood Markt der Stadt musst du nur deiner Nase folgen. Ein süßlicher und wohlriechender Geruch liegt in der Luft und genau das liegt an den vielen Ständen, die hier gekochte Krabben und Shrimps verkaufen.

Wenn die Einheimischen frisches Seafood kaufen, dann kommen sie hierher. In großen Boxen werden die Köstlichkeiten nach Hause transportiert und gemeinsam mit der ganzen Familie verputzt.

District Wharf | 1100 Maine Ave SW | Washington, DC

Mexikanisch Brunchen im Toro Toro

mexikanisch brunch essen
Im Toro Toro gibt es lateinamerikanische Köstlichkeiten – nicht nur zum Brunch.

Das Toro Toro im Herzen von Washington serviert lateinamerikanisches Comfort-Food. Beim Bottomless Brunch kannst du neben leckeren Cocktails (die Margarita ist genial!) und einer Menge an Vorspeisen und kleinen Hauptgerichten.

Die Speisen kommen in kleiner Tapas Form und können immer wieder nachbestellt werden. Sehr lecker ist die Ceviche de Camarones mit Shrimps und Habanero Sauce und das Lomo Saltado con Huevo, ein Rinderfilet mit Spiegelei und knackigem Gemüse.

Toro Toro | 1300 I St NW | Washington, DC

Eastern Market auf dem Capitol Hill

washington eatern market
Der Eastern Market scheint eine Filmkulisse zu sein.

Der Eastern Market ist eine Institution in Washington. Hier gehen die Einwohner einkaufen, besorgen sich hier ihre Wocheneinkäufe und decken sich für das Wochenende ein. Diesen kleinen aber feinen Markt gibt es seit 1873 und die Zeit scheint hier an einigen stellen auch stehen geblieben zu sein.

Die Produktpalette reicht von lokalen Produkten der umliegenden Farmer bis hin zu italienischer Feinkost. Im Eastern Market in D.C. finden auch oft Veranstaltungen und auch Nachbarschaftstreffen statt.

Eastern Market | 225 7th St SE | Washington, DC

Essen im The Occidental

Im Occidental kannst du neben Politikern (und auch deren Porträts) speisen.

Das Occidential ist ein Restaurant, das nun schon über 100 Jahre auf dem Buckel hat. Eröffnet wurde es im Jahre 1906. An den Wänden hängen signiertes Autogrammkarten und Porträts der prominenten Gäste. Natürlich kam so einiges zusammen und nun zieren Porträts von John F. Kennedy, Winston Churchill und John D. Rockefeller – um nur einige zu nennen.

Außerdem ist das Restaurant ein beliebter Platz für Fernseh- oder Filmproduktionen und das wundert bei diesem schönen Setting natürlich nicht.

The Occidental, | 1475 Pennsylvania Ave NW | Washington, DC

Barbesuch in der Round Robin Bar

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Den Mint Julep musst du probieren.

Wusstest du, dass ein ganz besonderer Cocktail seine Wurzeln in Washington D.C. hat? Vielleicht ist er nicht in aller Munde aber definitiv exotisch – der Mint Julep. Der Senator Henry Clay brachte Anfang des 19. Jahrhunderts Whisky aus den Südstaaten sowie ein Rezept für ein belebendes Getränk mitbrachte.

Da er selber Stammgast in der Round Robin Bar war, wurde dieser neue Signature Drink mit Whisky, Minze, Puderzucker und Wasser nun hier serviert.

Wie wäre es also deine 24 Stunden in Washington D.C. in der Round Robin Bar ausklingen zu lassen?

Round Robin Bar | 1401 Pennsylvania Ave NW |Washington, DC

Der Klassiker in Washington: Ben’s Chili Bowl

Restaurant Washington
Ben’s Chili Bowl ist eine kulinarische Institution
Wenn ich nach einem Insidertipp für Washington DC gefragt werde, fällt mir die Antwort ganz leicht: Ben’s Chili Bowl in der U-Street, dem Zentrum der afroamerikanischen Gemeinde. Der Laden ist eine regelrechte Institution und serviert die besten Chili-Hotdogs der Stadt. Das familiengeführte Unternehmen wurde Anfang 1960 aus genau diesem Grund gegründet – da es bereits viele Hamburger-Läden in Washington gab, aber nirgendwo Hotdogs, wurde Ben’s Chili Bowl mit seiner Idee zu einem Riesenerfolg.

Hier gehen seit der Gründung auch namhafte Persönlichkeiten, wie Bürgerrechtler Jesse Jackson oder Präsident Obama gern mal auf einen Hotdog vorbei. Ben’s Chili Bowl überstand die Rassenunruhen, die nach der Ermordung Martin Luther Kings im Jahr 1968 ausbrachen und dem anschließenden Verfall des Viertels, dass sich seit mittlerweile einem Jahrzehnt wieder erholt und zu einem der angesagtesten Viertel der Stadt gemausert hat.

Neben Ben’s Chili Bowl befindet sich übrigens ein weiteres historischen Highlight in Shaw: Das Lincoln Theatre. Dort spielten Jazzlegenden Duke Ellington, Ella Fitzgerald oder Louis Armstrong in den 1920ern, was der U-Street schließlich seinen Spitznamen “Black Broadway” einbrachte. Das ist meine Empfehlung für das etwas andere Washington DC.

Ben’s Chili Bowl | 1213 U St NW | Washington, DC

♥ Tipp von Mandy von Travelroads: mandy liebt die USA, das Meer und unvergessliche Roadtrips. Darüber schreibt sie auf ihrem Reiseblog Travelroads.

24 Stunden in Washington D.C. – Die frühen Morgenstunden

Rund ums weiße Haus

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Früh Morgens herrscht noch Ruhe in der Stadt.

Wenn du so wie ich wenig Zeit in Washington hast, dann kann ich es dir empfehlen früh aus den Federn zu hüpfen und die Stadt zu erkunden, wenn diese noch schläft. Ganz früh ist hier nämlich so gut wie gar nichts los. Keine Touristengruppen, hupende Taxifahrer oder auch hektische Kongressabgeordnete.

Die Stadt schläft und das ist die beste Möglichkeit diese in Ruhe zu erkunden. Bei einem Streifzug durch die verschlafene Stadt die Architektur bewundern, das ist am Morgen besonders schön.

Das weiße Haus

weißes haus washington
Das weiße Haus am frühen Morgen.

Ein weiterer Vorteil des frühen-Vogel-Prinzips ist es, dass auch an der Touristenattraktion schlechthin, keine Touristen die Hälse recken. Auch das weiße Haus schläft frühmorgens noch und die Sicherheitsbeamten sind sehr freundlich und vielleicht kommt es noch zu einem kleinen Plausch.

The National Mall & Washington Monument

washington national mall park monument
Das Washington Monument thront über der National Mall.

Mein Spaziergang führt mich weiter auf die bekannte National Mall, diese Promenade ist Teil eines Nationalparks und beherbergt einige Gedenkstätten, wie das Vietnam Veterans-, das National World War II-, das Martin Luther King, Jr. National- und das Korean War Veterans Memorial.

Die National Mall erstreckt sich auf 4,8km Länge und wird gesäumt von einigen der großartigsten Museen der USA. Darunter befinden sich auch 9 der insgesamt 14 Smithsonian Museen.

Ein Muss in D.C. – Ein Museum besuchen

museum essen washington
Ein Tipp: Das Museum of Woman in the Arts.

Das Museum of Women in the Arts ist das einzige Museum weltweit, das ausschließlich Kunst von Frauen ausstellt – und allein deshalb schon einen Besuch wert. Außerdem ist das Museum noch relativ unbekannt, im Gegensatz zu den Institutionen an der National Mall quetscht man sich hier zur Ausnahme nicht mit diversen Schulklassen durch die Räume, sondern hat wirklich Ruhe, um die Kunstwerke zu genießen.

Museum of Women in the Arts | 1250 New York Ave NW | Washington, DC

Als kulinarischen Tipp empfehle ich äthiopisches Essen, das man in Washington DC an jeder Ecke findet. Ich selbst habe das Keren Café in Adams Morgan getestet und war von der vegetarischen Platte sehr begeistert.

Keren Café | 1780 Florida Ave NW | Washington, DC

♥ Tipp von Ariane von Heldenwetter: Ariane postet auf ihrem Instagramkanal heldenwetter über ihre Reisen durch die ganze Welt, immer dabei ein gutes Auge für Perspektiven und der Fokus auf athentische Erlebnisse.

24 Stunden in Washington D.C.

Wie du siehst kann man auch in 24 Stunden in Washington D.C. so einiges sehen. Warst du schon mal in der Stadt? Hast du ein paar Tipps?

Dieser Beitrag entsteht im Anschluss einer unbezahlten Pressereise in die Capital Region USA. Meine Meinung wird dadurch wie immer, nicht beeinflusst. Ich berichte nur über Orte und Dinge, die ich von Herzen empfehlen kann, Washington D.C. und die vorgestellten Restaurants gehören dazu.

2 Comments

  • Hallo Jessica,

    der Artikel ist klasse geworden 🙂 Hier habe ich noch einige weitere interessante Orte entdeckt, die ich bisher noch nicht besucht habe bzw. nicht so auf dem Schirm hatte. Gut, man schafft ja nie alles, selbst wenn man für eine Zeit in der Stadt lebt. Besonders deine kulinarischen Tipps muss ich mal austesten wenn ich das nächste Mal da bin. 😉

    Danke, dass ich einen Tipp beisteuern konnte und liebe Grüße
    Mandy

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